Erschienen:

Bäume und ihre Bewohner

Bäume und ihre Bewohner

Roland Spohn, Margot Spohn

Jeder Baum und jeder Strauch bietet von der Wurzel bis zur Zweigspitze einen reichhaltigen Lebensraum für Pilze, andere Pflanzen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Kleinsäuger und viele mehr. Manche von ihnen entpuppen sich als Feinde, andere als Freunde, und oft profitieren Gast und Gastgeber gegenseitig voneinander.
"Bäume und ihre Bewohner" porträtiert das reiche Leben an und um 50 einheimische Bäume und Sträucher. Es erläutert, wie die Partner aufeinander reagieren, voneinander profitieren und wie ungebetene Gäste wieder ausgeladen werden. Viele dieser verblüffenden Beziehungen lassen sich leicht im Wald, im Stadtpark oder im Garten beobachten. Margot und Roland Spohn führen uns faszinierende Lebensgemeinschaften auf Eiche, Fichte, Rose und Apfelbaum vor Augen.

Roland Spohn, Margot Spohn: Bäume und ihre Bewohner. ISBN/EAN: 9783258079509; Seitenzahl: 304 Format: 22,5 x 15,5 cm Produktform: Taschenbuch/Softcover, Ausgabe: 1. Auflage 2016 29,90 €


Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

Bertrand, Bernard

Ein Panoptikum in Buchform und wunderbares Geschenk für alle botanisch, medizinisch und historisch Interessierten.

Über 70 toxische Pflanzen aus den bedeutenden Herbarien Europas, abgebildet in Originalgröße.

Heilen und Vergiften: geheimes Wissen, spannende Geschichten und historische Abbildungen zu jeder Pflanze.
Der Schierling, mit dem sich Sokrates das Leben nahm, die Hanfpflanze, die Rauschzustände verursacht, und der Tabak, der so schnell zu Abhängigkeit führt – sie alle sind mehr oder weniger giftig.
Aber was genau heißt eigentlich «giftig»? Richtig dosiert, können viele giftige Pflanzen eine Heilwirkung erzielen – so zum Beispiel Hanf, der Wermut und die Kartoffel. «Giftig sein» und «heilen können» bilden also keinen Widerspruch.

Seit vielen Jahrhunderten sammeln Botaniker diese besonderen Pflanzen in ihren Herbarien. «Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen» nimmt uns mit auf eine bibliophile Reise durch historische Pflanzensammlungen. Der großformatige Band zeigt über 70 toxische Pflanzen mit einer ganzseitigen Abbildung in Originalgröße aus bedeutenden Herbarien Europas. Zahlreiche weitere Abbildungen und spannende Texte erläutern die kulturhistorischen und medizinischen Hintergründe jeder Pflanze.

Bertrand, Bernard: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen Select ISBN: 978-3-258-07914-1 1. Auflage 2015 192 Seiten, 335 Abbildungen gebunden, Haupt Verlag 39.90€


50 Erdschätze, die unsere Welt veränderte

Eric Chaline

Bibliophile Zeitreise und wertiges Geschenk: ein Buch, das zum Schmökern einlädt. Von Kupfer bis Plutonium, von Mineralien bis zu Perlmutt und Erdöl: 50 Erdschätze als bedeutende Elemente der Welthistorie.

«Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles»: wie die Gier nach Edelmetallen die Menschheitsgeschichte prägte. Minerale, Erze, Metalle und andere Erdschätze haben die Geschichte der Menschheit durch die Jahrtausende maßgeblich geprägt - so war es beispielsweise die Entdeckung des Kupfers und seine Verarbeitung zu Bronze, die das Ende der Steinzeit einläutete, und die Suche nach Gold, Silber und Diamanten, die die großen Entdeckungsreisen des 15. und 16. Jahrhunderts motivierte. Und wie würde wohl unsere Gegenwart aussehen, wenn wir weder Stahl, Aluminium noch Erdöl kennen würden?

Eric Chaline unternimmt eine Zeitreise quer durch alle Kontinente und präsentiert fünfzig Erdschätze, die unsere Geschichte tiefgreifend beeinflusst haben. Mit Hinweisen auf Geschichte, Kunst, Wissenschaft, Technik und Forschung öffnet dieses reich illustrierte Buch den Blick für eine erstaunliche Welt.

Chaline, Eric: 50 Erdschätze, die unsere Welt veränderten; ISBN: 978-3-258-07883-0 1. Auflage 2015 224 Seiten, 290 farbige Abbildungen gebunden, Haupt Verlag; 29.90 €


Tatort Natur!

Oftring, Bärbel

Krimigeschichten für Kinder ab 7 Jahre, die ganz nebenbei Naturwissen vermitteln: So macht Bücherlesen Kindern Spaß!

Unheimliche Täter in nächster Nähe – heimische Tiere sind manchmal ganz schön skrupellos, wenn sie Hunger haben.

Das Opfer: die Honigbiene.
Der Täter: der Totenkopfschwärmer – um an den Honig heranzukommen, setzt er eine Tarnkappe aus Duft auf, damit er so riecht wie die Bienen.

Das Opfer: die Erdkrötenweibchen im Frühling.
Der Täter: das Erdkrötenmännchen – Mord im Liebesrausch. Im Paarungsgetümmel klammern sich viele Männchen an ein Weibchen und ertränken es mitunter!

Das Opfer: der Regenwurm.
Der Täter: der Maulwurf – entführt Regenwürmer in seine Vorratskammer und lähmt sie mit gezieltem Biss in den Kopf. Die Regenwürmer bleiben nun frischer Vorrat.

60 haarsträubende Fälle aus der heimischen Tierwelt werden in diesem Buch mit einem Augenzwinkern erzählt. Spannendes Hintergrundwissen, Quizfragen, Experimente und Detektivaufgaben machen aus dem Buch ein Natur-Mitmachbuch für Kinder ab 7 Jahren, das ein bisschen gruselt und vor allem fasziniert.

Oftring, Bärbel: Tatort Natur! Betrug, Mord & Täuschung im Tierreich - und was dahintersteckt; ISBN: 978-3-258-07912-7 1. Auflage 2015; 128 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen kartoniert, Haupt Verlag; 24.90 €


Kulturlandschaften lesen

Bruno Kremer

Nützlich: Dieses Buch öffnet die Augen für die Besonderheiten und den Wert der einheimischen Kulturlandschaften.

Informativ: reich illustrierte Porträts aller Kulturlandschaften und ihrer Tier- und Pflanzenarten.

Spannend: Der Autor zeigt auf, wie der Schutz der Kulturlandschaften die ökologische Vielfalt erhält.

Ohne menschliches Zutun wäre Mitteleuropa ein weites Waldland und damit ziemlich artenarm. Vor rund 10‘000 Jahren begannen jedoch die Menschen, in die ungestörte Natur einzugreifen und sie zu nutzen, und im Laufe der Zeit entstand ein Mosaik von unterschiedlichen Landschaften – die Kulturlandschaften. Dieser Flickenteppich verschiedener Lebensräume entwickelte sich zur Grundlage einer reichen Flora und Fauna.

Streuobstwiesen und Bauerngärten, bunte Wegränder und Dorfteiche, Hochstaudenfluren und Hecken, Kopfbäume und Kiesgruben, Trockenrasen und Niederwälder – mit spannenden Texten und schönen Bildern stellt Bruno P. Kremer die Glanzlichter unserer Kulturlandschaften vor. Im Zentrum steht der besondere ökologische Wert jedes Lebensraumes. Die typischen Tier- und Pflanzenarten runden die Porträts der Landschaftselemente ab.

In einer Zeit, in der die gewachsene Vielfalt der Kulturlandschaft durch Bevölkerungswachstum und intensive Landwirtschaft stark abnimmt, bricht der Autor eine Lanze für den Schutz und die Erhaltung dieser landschaftlichen Kostbarkeiten.

Kremer, Bruno P.: Kulturlandschaften lesen Select; Vielfältige Lebensräume erkennen und verstehen; ISBN: 978-3-258-07938-7; 1. Auflage 2015 224 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Zeichnungen gebunden, Haupt Verlag 29.90 €


Lebensraum Federkleid

Schöne, Richard & Schmäschke, Ronald

Der aktuelle ornithologische Wissensstand zu den Bewohnern unserer einheimischen Vögel.

Vögel bieten anderen, kleineren Lebewesen einen Lebensraum. Da die Mitbewohner der Vögel stets im Verborgenen leben und meist sehr klein und deshalb äußerlich am Gefieder nicht ohne Weiteres erkennbar sind, werden sie selten wahrgenommen und sind nur wenigen Spezialisten bekannt.
Es besteht noch ein erheblicher Forschungsbedarf zur Ektoparasitenfauna unserer heimischen Wildvögel. Kenntnislücken bestehen über das Artenspektrum, die Wirtswahl und die Biologie von Bewohnern des Federkleides wie Zecken, Flöhe, Vogelblutfliegen, Federmilben und Federspulmilben.

Die Autoren präsentieren den aktuellen Wissensstand und bieten allen Naturliebhabern, Ornithologen, Vogelliebhabern und -züchtern sowie Tierärzten fundierte Informationen zum Lebensraum Federkleid und seinen Bewohnern.

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Klaus Eulenberger.

Schöne, Richard / Schmäschke, Ronald: Lebensraum Federkleid; Federn und Federbewohner heimischer Vögel; ISBN: 978-3-258-07906-6 ; 1. Auflage 2015 193 Seiten, 230 Farbfotos, 4 sw Zeichnungen; Haupt Verlag; 29.90 €




224 Seiten, über 180 farbige und 40 schwarz-weiß Abbildungen, gebunden; 29,90 €

Die BIENE
Geschichte, Biologie, Arten

Noah Wilson-Rich

Über Bienen ist landläufig bekannt, dass sie leckeren Honig produzieren, unersetzlich für die Bestäubung und damit für Erhalt und Vielfalt der Flora sind und bei Gefahr zustechen. Noah Wilson-Rich weiß in seinem Buch noch sehr viel mehr über diese beeindruckenden Insekten zu vermitteln.

Die Beziehung zur Westlichen Honigbiene wurde über Jahrtausende auf besondere Weise kultiviert. Sie gilt als kleinstes Haustier des Menschen. 39 weitere der 20.000 existierenden Bienenarten werden von Wilson-Rich im Detail vorgestellt, mit interessanten Hintergründen zu ihren Habitaten, Organisationsweisen und erstaunlichen Fähigkeiten. Wissenswerte Informationen, zum Beispiel über die Tanzkommunikation oder das Einzelgängertum mancher Völker, liefert der Autor dazu. Außerdem sind detaillierte Abbildungen beigefügt, die Porträtfotos und Silhouetten der Rassen in Originalgröße zeigen. Verhalten und Lebenszyklen der einzelnen Arten divergieren teils stark. Natürlich ist auch ihr Zusammenleben mit dem Menschen ein spannendes Thema. Der Autor geht auf die Haltung von Bienen (etwa in der Stadt) ein, aber auch auf die Gefährdung dieser faszinierenden Insekten.

Noah Wilson-Rich hat ein Buch für Tier- und Naturfreunde sowie an symbiotischen Prozessen Interessierte gleichermaßen geschaffen. Nicht nur Imker können sich hier ein breites Wissen über ihre Nutztiere aneignen, auch Gartenfreunde finden Anregungen zu den summenden Besuchern. Durch die reiche Bebilderung und die wertige Ausstattung haben auch bibliophile Leser ihre wahre Freude an dem Titel.

Noah Wilson-Rich ist Dozent für Biologie am Simmons College in Boston. Zudem ist er der Gründer und wissenschaftliche Leiter von The Best Bees Company, einer ebenfalls in Boston ansässigen Dienstleistungs- und Forschungsorganisation für Bienenhaltung. Er hielt bereits eine begeistert aufgenommene Rede bei einer TED-Konferenz (Technology Entertainment Design) über sein Spezialgebiet „Biene“ und ist ein Experte für Imkerei in der Stadt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Gesundheit von Honigbienen. Er hat einen PhD der Tufts University.

Noah Wilson-Rich (Hrsg.): Die Biene Geschichte, Biologie, Arten Haupt Verlag 224 Seiten, über 180 farbige und 40 schwarz-weiß Abbildungen, gebunden Format: 29,90 €; ISBN 978-3-258-07869-4




304 Seiten, Flexibroschüre, 300 Fotos, 65 Zeichnungen
€ 29,90 (D) / € 30,80 (A) /CHF 35,90

Blumen und ihre Bewohner

Margot und Roland Spohn

Beim Betrachten von Blumen und Pflanzen liegt unser Hauptaugenmerk auf der Botanik und weniger auf den Tieren, die sich auf der Pflanze tummeln: Fraßspuren, Pilze, Käfer oder Raupen werden meistens übersehen – einzig Bienen oder Schmetterlinge passen für uns ins Bild. Pflanzen alleine sind tolle und faszinierende Lebewesen. Doch die Beschäftigung mit den Partnern, die auf, von und mit ihnen leben und wie sie dies tun, eröffnet ganz neue Horizonte.

Margot und Roland Spohn widmen sich in ihrem Buch „Blumen und ihre Bewohner“ (Haupt Verlag) dem Lebensraum Blume und porträtieren 80 einheimische Blütenpflanzen und ihre Bewohner. Manche von ihnen entpuppen sich als Feinde, andere als Freunde, und oft entsteht zwischen Blume und Bewohner eine hoch spezialisierte Partnerschaft. Die Autoren erläutern, wie die Partner aufeinander reagieren, voneinander profitieren und wie ungebetene Gäste wieder ausgeladen werden. So wird der „Lebensraum“ Blume sehr schnell zum „Tatort“ Blume! Viele dieser verblüffenden und auch „kriminellen“ Beziehungen lassen sich leicht beobachten. Auch dazu liefert das Buch zahlreiche Tipps.

Neben faszinierenden Geschichten zur Lebensgemeinschaft auf Ringelbume, Löwenzahn und Seifenkraut erfahren Gärtner und Naturfreunde auch viel nützliches Hintergrundwissen zur Biodiversität. Auf dass wir beim nächsten Spaziergang nicht nur die Blume, sondern auch ihre Bewohner wahrnehmen!

Margot Spohn hat Biologie mit Schwerpunkt Botanik und Pharmazeutische Biologie studiert. Hauptberuflich ist sie mit der Zulassung komplementärmedizinischer Arzneimittel in der Schweiz beschäftigt.
Roland Spohn arbeitet als selbstständiger Biologe im Bereich Naturfotografie und Sachillustration. Außerdem kombiniert er viele biologischen Themen zu fantasievollen Gemälden und zeigt diese in Ausstellungen.

Margot Spohn, Roland Spohn: Blumen und ihre Bewohner. Der Naturführer zum reichen Leben an Garten- und Wildpflanzen Haupt Verlag 304 Seiten, Flexibroschur, 300 Fotos, 65 Zeichnungen 29,90 €; ISBN 978-3-258-07905-9

Exkursionen SS-2015

Als Sommersemesterprogramm 2015 bieten wir 2 Exkursionen an: Zum einen führt uns die gemeinsame Exkursion mit der Société d’Histoire Naturelle von Colmar mal wieder in die Glaziallandschaft der Südvogesen. Zum anderen gibt es dieses Jahr wie längst versprochen die zweitägige Exkursion in den Schweizer Jura zum Felsenkessel des Creux du Van, ältestes Naturschutzgebiet der Schweiz.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme, damit sich die Organisation auch lohnt.

 

Samstag, 27. Juni 2015

Gemeinschaftsexkurion mit der Société d’Histoire Naturelle de Colmar (SHNC), Leitung : Martial Boutantin, Vizepräsident der SHNC.

Exkursion in die Hochvogesen in das Tal der Wormsa

Das Tal der Wormsa: eines der schönsten Glazialtäler des Vogesen-Massivs – aufgrund seiner Morphologie und seiner reichhaltigen Pflanzenwelt. Start der Wanderung vom Parkplatz gegenüber dem Hotel Val-Neige in Mittlach. Aufstieg bis durch das glaziale Trogtal bis zum Fischboedle-See, evt. Bis zum Schiessroth-See.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, da auch hohe Nachfrage von frz. Seite.

Treffpunkt 1: P&R Parkplatz Paduaallee in Freiburg-West, Start 08:00 Uhr, Bildung von Fahrgemeinschaften, daher bitte Auto mitbringen. Treffpunkt 2: Bahnhof in Munster um 09:00 Uhr, Für gute Wanderer kein Schwierigkeitsgrad. Rückkehr nach Freiburg gegen 17:30 Uhr.

Anmeldung bis 22.06.2015 bei Regina Ostermann, Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: O7824 661381. Mitfahrerkostenerstattung, sonst kostenfrei

Samstag/ Sonntag, 18./19. Juli 2015

Exkursion in den Schweizer Jura zum Creux du Van.

Der gewaltige hufeisenförmige Felsenkessel des Creux du Van ist das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz (seit 1870). Die rund 200 m hohen Felsen fallen senkrecht ab. Oben an der Krete führt ein atemberaubender Weg an der Kante entlang. Zuerst haben Gletscher, danach Bäche die Felsformation aus den Kalkablagerungen eines urzeitlichen Meers vor rund 200 Millionen Jahren geformt. Die steil abfallenden Felsenwände bieten einen guten Einblick in die Geologie der Jurafaltung. Außergewöhnlich ist das regionale Klima des "Creux du Van" mit arktisch-alpiner Flora in der Felsenarena.

Erster Tag: Anreise zur Ferme Robert/ Noiraigue und Wanderung in den Felsenkessel zu den Geröllhalden (Permafrost) mit lokalem Führer (da kein freier Zutritt!) und kleines Besucherzentrum bei Ferme Robert, ca. 3,5 h.
Zweiter Tag: Rundwanderung von der Ferme Robert (972 m) zur Krete und Ferme le Soliat (1462 m) und Heimreise. Reine Wanderzeit ca 4,5 h.

Treffpunkt : P&R Parkplatz Paduaallee in Freiburg, Start 8:00 Uhr, Fahrt mit angemieteten Kleinbussen. Rückkehr Sonntag gegen 17:30 Uhr nach Feiburg.

Übernachtung in der Ferme Robert (4er und 6er Zimmer)/ Noiraigue. Rucksackverpflegung für die Wanderungen. Abendessen in der Ferme. Am Sonntag Einkehr möglich auf der Ferme Le Soliat.
Ausrüstung: Wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk und Trittsicherheit, ggf. Wanderstöcke.

Kosten: Fahrtkosten: ca 25 €, Übernachtung 30 SFR, Führung am Samstag 10 SFR + ggf. Kosten für Abendessen.
Bitte beachten: Für BLNN-Mitglieder übernimmt der Verein die Fahrtkosten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung bitte bis 15. Juni 2015 bei Regina Ostermann (Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: O7824 661381, oder bei Albert Reif (albert.reif(a*)blnn.de oder Tel: O761 2O3 3683).

 

 

Vortragsreihe WS 2015-2016

Über kleine und große Tiere


[DRUCKVERSION]

Mittwoch, 11.11.2015

Franziska Wendler, Christian Günther, Prof. Dr. Gerhard Bauer, Freiburg

Geht es rückwärts mit Badens Flusskrebsen?

Mittwoch, 25.11.2015

Dr. Gerrit Müller, Friedenweiler

Von Kreuzottern und anderen Schlangen

Mittwoch, 09.12.2015

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Freiburg

Warum der Schutz von Wildbienen für die Bestäubung von Nutzpflanzen
wichtig ist

Eine Welt ohne Bienen und andere blütenbesuchende Tiere würde jährlich zu weltweiten Ertragsverlusten von Nutzpflanzen für die menschliche Ernährung von ca. 153 Milliarden Euro führen. Der Anteil für Deutschland an dieser Summe beträgt ca. 1,6 Milliarden Euro. Wie berechnen Wissenschaftler solche zahlen und kann der Wert der Bestäubung überhaupt in Geld ausgedrückt werden? Welche Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung von Bienen und andere Insekten angewiesen? Kann die Honigbiene die Bestäubungsleistung alleine leisten oder brauchen wir eine Vielfalt an Bestäubern und warum? Wie können wir Wildbienen und andere wildlebende Tiere schützen?

Auf diese und weitere Fragen werde ich in dem Vortrag anhand unserer Forschungsergebnisse aus Projekten in der Umgebung von Freiburg und aus verschiedenen Regionen der Welt eingehen.




Abb. 1 Eine Prachtbiene (Eulaema cingulata) bestäubt eine Passionsblume (Passiflora edulis) in Kolumbien. Honigbienen sind zu klein um diese großen Blüten zu bestäuben. Foto: Catalina Gutiérrez, Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie, Universität Freiburg.

Abb. 2 Eine Grasshummel (Bombus ruderarius) beim Besuch einer Blaubeerblüte (Vaccinium corymbosum) in einem Freiburger Garten. Foto: Felix Fornoff, Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie, Universität Freiburg.

Mittwoch, 16.12.2015

Dr. Manfred Lieser

Max das Wildschwein und vieles andere mehr

Naturkundliche Betrachtungen in Reimform

Der Autor, Freiburger Forstabsolvent und mittlerweile als Ornithologe am Bodensee untätig, bemüht sich seit einigen Jahren, seine Sicht auf die Dinge in Form gereimter Texte zu Papier zu bringen:

„Die Dichtung ist ein rundes Ding,
hält Spalten zu und Poren,
sie liegt zumeist als Gummiring auf Stutzen oder Rohren…“.

Einige dieser Dichtungen fielen dem Vorstand des BLNN in die Hände, der Lieser zu dem Vortrag drängte und damit die volle Verantwortung trägt. Die zumeist kurzen Gedichte berühren die Bereiche Zoologie („Tiere sind auch nur Menschen“), Botanik, Schwarzwald und Hegau, Forst und Jagd sowie Erotik im weitesten Sinne. Als Zugabe sind ein paar Texte zum Jahreswechsel vorgesehen.

Dr. Bernd-Jürgen Seitz (Freiburg):

(R)Evolution auf Madagaskar

(Autorenlesung mit Bildern)

Mittwoch, 20.01.2016

Dr. Doreen Werner, Müncheberg

Mücken Deutschlands, mit besonderer Berücksichtigung von Baden-Württemberg



Mittwoch, 03.02.2016

Dr. Evelyn Rusdea, Prof. Dr. Albert Reif

Landschaft und Landnutzung im Apuseni-Gebirge, Rumänien

In den Bergdörfern des Motzenlandes im Westgebirge Rumäniens haben sich bis in jüngste Zeit traditionelle Landnutzungen, Landschaftsstrukturen und Biozönosen erhalten, so auch in Ghetari, einem etwa 11 m hoch gelegenen Bergdorf in einem großen Karstgebiet. Aufgrund des kühlen Klimas in der Montanstufe besitzen Holzverarbeitung, Viehzucht und Grünlandwirtschaft. Handwerk und (Tausch-)Handel mit Holzprodukten große Bedeutung. Bis heute werden viele Arbeiten manuell verrichtet, beispielsweise die Tierhalting unf Düngung der Wiesen oder Bau und Reparatur der eigenen Gebäude. Eine Analyse dieser Landnutzungsformen ist auch für das Verständnis der mitteleuropäischen Landschaftsbilder, ihrer historischen Entwicklungen und der Formulierung von Leitbildern für die Zukunft wertvoll. In den letzten Jahren haben sich allerdings die wirtschaftlichen Grundlagen verändert. Mit der Elektrizität und dem Kauf von Motor- und Kreissägen hatte die Waldnutzung nach etwa 1995 eine neue Dimension erlangt. Lokale Systeme der Wasserversorgung sowie der Bau von befestigten Straßen führte zu neuen Marktanbindungen und erleichterte den Tourismus. Folge war ein Bauboom von Touristenpensionen mit oftmals nicht an die Landschaft angepasster Bauweise. Nachdem die Heumahd seit etwa 2008 mit kleinen motormanuellen Mähmaschinen betrieben wird, hat sich die Mahdzeit verkürzt, wurden einige Wiesen weiter entsteint, während entfernt liegende oder arme Standorte brach fielen. Es ist absehbar, dass sich die Lebensumstände der Bevölkerung ebenso wie das Landschaftsbild in wenigen Jahren noch weiter grundlegend ändern.


[Präsentation Apuseni als PDF]

Filmreihe



[DRUCKVERSION]

NATURFILME – GLOBALE RESSOURCEN – LEBENSRAUM WIESE


Veranstaltungsort Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, 79098 Freiburg;
Moderation: Dr. J.W. Bammert, W.H. Müller, N. Widemann;
jeweils mit Einführung; Pausen zwischen den Filmbeiträgen.

Samstag, 31.10.2015 14 – 23 Uhr

Nachmittag, 14:15: Tierfilme für Kinder
Abend, 19:15: Endlichkeit globaler Ressourcen

Samstag, 16.01.2016, 18 – 21:30 Uhr

Abend der Naturfilme, Lebensraum Wiese

Halbtägiges Seminar: Ökologie der Erde.

Mittwoch, 14.01.2016, 13 – 18 Uhr
Veranstaltungsort Herderbau, R 100,
Tennenbacher Straße 4, Freiburg

 

13:00 – 13:15

Prof. Dr. Albert Reif

Begrüßung

13:15 – 14:45

Dr. Marianne Lauerer, Bayreuth

Klima und Vegetation von Australien, mit besonderer Berücksichtigung von West-Australien

Fernab von anderen Landmassen, unter weltweit einzigartigen geologischen Bedingungen, konnte sich in Australien eine Lebensvielfalt entwickeln, die einzigartig ist. Etwa 85% der rund 20.000 australischen Pflanzenarten sind im Westen zu finden, wo Flora und Vegetation geprägt sind von Anpassungen extreme Lebensbedingungen, an Feuer, Nährstoffarmut und Wassermangel. Neben der enormen rezenten Pflanzenvielfalt findet sich hier auch der Ursprung des Lebens: noch lebende und bis zu 3,5 Milliarden Jahre alte fossile Stromatolithen kommen hier vor.

Der Vortrag stellt die Flora und Vegetation (incl. Ökologie) Westaustraliens vor, von den üppigen feuchten Eukalyptuswäldern im Südwesten über die trockenen Mulga-Bestände im zentralen Teil bis zu den Boab- und Eukalyptussavannen in den Kimberleys.

E. leucophloia Mt Sheila

Eucalyptus leucophloia (Snappy Gum) am Mt. Sheila in Westaustralien. ©Lauerer

[Präsentation Australien als PDF]

14:45 – 15:15

Kaffeepause

15:15 – 16:15

Dr. Reiner Zimmermann, Stuttgart

Klima und Lebensräume von Peru

[Präsentation Peru als PDF]

16:15 – 17:15

Dr. Cristabel Duran, Freiburg

Klima und Lebensräume von Venezuela

Schon vor mehr als zweihundert Jahren war der Naturforscher Alexander von Humboldt von der exotischen Natur und den vielfältigen Landschaften in Venezuela fasziniert. Das Land zählt zu den zehn artenreichsten der Welt. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch die verschiedenen klimatischen Zonen von Venezuela und die, an die dortigen Umweltbedingungen angepassten, Vegetationsformen. Zum Beispiel besuchen wir die Paramos in den hohen Anden, wo Pflanzen und Tiere tägliche Temperaturschwankungen von bis zu fünfzig Grad (°C) erleben, sowie die idyllischen, karibischen Küsten mit türkisblauem Meer. Außerdem führt die Reise uns in die artenreichen, immergrünen Amazonaswälder und zu den beeindruckenden Tafelbergen, die in der „vergessenen Welt“ zu finden sind.

[Präsentation Venezuela als PDF]

Halbtägiges Seminar: Naturschutz in Grünland und Wald

Mittwoch, 27.01.2016, 13 – 18 Uhr
Veranstaltungsort Herderbau, R 100,
Tennenbacher Straße 4, Freiburg

13:00 – 13:15

Prof. Dr. Albert Reif

Begrüßung

13:15 – 14:15

Prof. Dr. Rainer Luick, Rottenburg

Extensive Grünlandwirtschaft – aktuelle Praxis und Perspektiven vor dem Hintergrund der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU

[Präsentation Grünland als PDF]

14:15 – 15:15

Dr. Hans-Gerd Michiels, Dr. Mattias Rupp, Freiburg

Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung lichter Waldlebensräume
in Baden-Württemberg

Was ist ein lichter Wald?
Lichte Wälder können zum einen natürlicherweise entstehen, wenn die Standortbedingungen für Waldwachstum extrem werden; zum andern kann der Mensch durch wirtschaftende Tätigkeiten Wald auflichten und licht halten. Lichte Wälder weisen einen Wechsel von Lichtungen, Dichtungen und freistehenden Einzelbäumen und somit einer Verzahnung von Wald- und Offenlandklimate auf (vgl. Abbildung 1). Die Artengemeinschaften setzen sich sowohl aus Vertretern der Wald- als auch der Offenlandlebensräume zusammen (Def. nach Abt. Waldnaturschutz FVA, erweitert nach Helms 2002; Abegg, Wegmann et al. 2005; Lund 2014a, b).



Abbildung 1: Strukturreicher lichter Kiefernwald auf der Schwäbischen Alb mit vielen Grenzlinien und heterogenem Bestandesaufbau als Produkt einer langjährigen Beweidung und Weidpflege. Foto: Rupp.

Warum sind uns lichte Wälder wichtig?
Der Erhalt lichter Wälder ist ein aktiver Beitrag zur Wahrung der Biodiversität, denn die ökoton- und strukturreichen Waldtypen zählen zu den artenreichsten terrestrischen Lebensräumen in Mitteleuropa (Michels; Spencer 2003; Abegg, Wegmann et al. 2005; Bergmeier, Petermann et al. 2010). Oftmals sind Lichtwälder Lebensraum hoch spezialisierter, heute oftmals geschützter Arten (Treiber 2003; Schmidt, Meyer et al. 2009; vgl. Rote Listen).

Worin liegt der Handlungsbedarf?
Die Zahl und Flächengröße lichter Wälder sinkt meist wegen veränderten Landnutzungen seit dem späten 19. Jh. drastisch (Heringer 2000; Stuber, Bürgi 2001; Glaser, Hauke 2004; BfN 2014). Der Flächenrückgang bedingt Einbußen bei der Artenvielfalt und den Verlust an kultureller Vielfalt (Bürgi, Gimmi 2007; Arbeitsgruppe Biologische Vielfalt 2011: 6).

Was wird getan?
Der Erhaltungswille lichter Wälder ist in der Naturschutzstrategie des Landes Baden-Württemberg (MLR 2014) und der Gesamtkonzeption Waldnaturschutz Baden-Württemberg des Landesforstbetriebs (ForstBW) verankert. Bei den Maßnahmen im lichten Wald werden drei Handlungsansätze verfolgt:

  1. Erhalt definierter Lichtwaldarten und Artgemeinschaften
  2. Fortführen bzw. Reaktivieren von Lichtwald-Biotoptraditionen
  3. Schaffen von Prospektionswerten (Bereitstellen lichter Wälder zur Stützung reliktischer Artvorkommen und zur möglichen Ansiedlung gewünschter Arten)
Um die Langfristigkeit der Lichtwaldgestaltung zu gewährleisten, muss ebenfalls auf gesellschaftlicher Ebene agiert werden. Zielkonflikte in der Flächennutzung sowie Umwelt- und Bewusstseinsbildung, Bejagung und Besucherlenkung sind dabei wichtige zu beachtende Faktoren.

[Präsentation Lichte Waldbiotope als PDF]

Literatur

Abegg B., Wegmann S., et al. (2005): Aktionsplan Lichte Wälder im Kanton Zürich. In: Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich (ed), Zürich.
Arbeitsgruppe Biologische Vielfalt AB (2011): Biologische Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In: Deutsche U-KeV (ed), Bonn.
Bergmeier E., Petermann J., et al. (2010): Geobotanical survey of wood-pasture habitats in Europe: diversity, threats and conservation. Biodiversity and conservation 19(11): 2995-3014. Bundesamt für Naturschutz BfM (2104): http://www.bfn.de/0311_biotop_mgmt.html. Cited 30.09. 2014.
Bürgi M., Gimmi U. (2007): Three objectives of historical ecology: the case of litter collecting in Central European forests. Landscape Ecology(22): 77-87.
Glaser F.F., Hauke U. (2004): Historisch alte Waldstandorte und Hudewälder in Deutschland. Bonn, Bad Godesberg.
Helms J.A. (2002): What do these terms mean? Forest, Forestry, Forester. Journal of forestry.
Heringer J. (2000): Deutsches "Cowboy-Land" Weiden, Hutungen, Ötzen, Almen, Triften. Laufener Seminararbeiten(4): 7-16.
Lund H.G. (2014a): Definitions of agroforestry, farm forestry, forest health, sustainable forest management, urban forests, pasture rangeland, cropland, agricultural land, shrubland, and wetlands and related terms. Forest Information Services.
Lund H.G. (2014b): http://home.comcast.net/~gyde/DEFpaper.htm.
Michels C., Spencer J. (2003). Waldweide im New Forest. 1000 Jahre Großpflanzenfresser im Wald. LÖBF-Mitteilungen(4): 53-58.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg MLR (2014): Naturschutzstrategie Baden-Württemberg Biologische Vielfalt und naturverträgliches Wirtschaften – für die Zukunft unseres Landes. Bechta Offsetdruck, Ludwigshafen.
Schmidt M., Meyer P., et al. (2009): Bedeutung der Habitatkontinuität für die Artenzusammensetzung und -vielfalt der Waldvegetation.
Stuber M., Bürgi M. (2001). Agrarische Waldnutzungen in der Schweiz 1800–1950. Waldweide, Waldheu, Nadel- und Laubfutter. Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen 152(12): 490-508.
Treiber R. (2003): Genutzte Mittelwälder - Zentren der Artenvielfalt für Tagfalter und Widderchen im Südelsass. Nutzungsdynamik und Sukzession als Grundlage für ökologische Kontinuität. Naturschutz und Landschaftsplanung 35(1): 50-63.

15:15 – 15:45

Kaffeepause

15:45 – 16:45

Prof. Dr. J. Bauhus, Freiburg

Zur Integration von Naturschutz- und Produktionszielen in der Forstwirtschaft

16:45 – 17:45

Prof. Dr. Jürgen Huss, Freiburg

Neozoische Tierarten - Grauhörnchen, Waschbären und andere „Störenfriede“ im Wald

[Präsentation Neozoische Tierarten als PDF]


Die Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V.
N.F Band 21, Heft 2; 2013

SCHMITT, M.: Notizen zu einigen interessanten Spinnenfunden aus der südlichen Ortenau.

ROYO, M., REIF, A., GUTMANN, A. & COCH, T.: Wozu brauchen wir in den Mittelgebirgen Grünland?

ATTINGER., M.: Vorindustrielle Waldnutzung am Schönberg bei Freiburg - Bedeu-tung der zentralen Ressource Wald im 18. Jahrhundert am Beispiel der Gemarkung Ebringen.

MÜLLER-KROEHLING, S.:Zum Vorkommen moorspezifischer Laufkäfer (Coleoptera: Carabidae) und Schwimmkäfer (Dytiscidae) in Spirkenfilzen (FFH-Sub-LRT *91D3) des Südschwarzwaldes als charakteristische Arten.

BAMMERT, J.: Bemerkenswerte Pflanzenfundorte im südbadischen Raum, 2. Folge.


Gewesen: Exkursionen SS-2014


[DRUCKVERSION]


Samstag, 17. Mai 2014

Gemeinschaftsexkursion mit der Société d’Histoire Naturelle de Colmar.
Leitung: Thomas Huth, Freiburg. Beiträge von Martina Attinger, Regina Ostermann.

Wanderung über Schönberg
mit geologischem Schwerpunkt und historischen und botanischen Exkursen.

Der Schönberg hat viel zu bieten: Sein geologischer Aufbau, die Entstehungsgeschichte und die interessante Flora am Weg und im Wald sind Themen einer kleinen Wanderung, die an der Berghauser Kapelle startet und rund um den Schönberggipfel, in die Matten oberhalb von Wittnau und zurück zur Berghauser Kapelle führt. Kleine Abstecher führen zu den großen “Kieselsteinen” bei der Ruine Schneeburg, zu Resten eines Bergbau, der in den 30er Jahre des letzten Jahrhunderts den Schönberg durchlöchert hat wie einen Schweizer Käse.

Treffpunkt: 09:30 h Parkplatz Berghauser Kapelle (zwischen Ebringen und Wittnau). Rucksackverpflegung. Dauer ca. 6 Stunden; Einkehr nach Abschluss auf dem Schönberger Hof.

Anmeldung bei Regina Ostermann, Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: 07824 661381.

 

Sonntag, 22. Juni 2014

Leitung: Albert Reif, Freiburg.

Exkursion in den Schweizer Jura zum Mont Raimeux bei Moutier.

Landschaft, Flora und Vegetation im Kettenjura am Mont Raimeux (Durchbruchstal der Birs bei Moutier, 550 m NN). Aufstieg: Blaugrasbuchenwald, Felsenbirnengebüsch, Scheidenkronwicken-Kiefernwald auf der Jurafalte des Mont Raimeux (ca 1.100 m NN). Weidenutzung und Grünland in der Bergregion. Eschen-Ahorn-Schatthangwald in der Schlucht Combe du Pont (Abstieg).

Treffpunkt: P&R Parkplatz Paduaallee in Freiburg, Start 08:00 Uhr, Rucksackverpflegung. Wetterfeste Ausrüstung, gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und gute Kondition! Rückkehr gegen 19:00 Uhr nach Freiburg; 30 Teilnehmer.

Bitte beachten: Die Exkursion in den Schweizer Jura führen wir mit einem angemieteten Bus durch. Dies ist für Mitglieder kostenfrei, für Nichtmitglieder werden 15 € erhoben (Buskosten). Wir bitten daher um Anmeldung bis 06. Juni 2014 bei Regina Ostermann (Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: 07824 661381, oder bei Albert Reif, albert.reif(a*)blnn.de oder Tel: 0761 203 3683 - wir sollten den angemieteten Bus auch auslasten!

Bei den Mailadressen bitte (a*) durch das @ ersetzten.

Gewesen Vortragsreihe WS 2013-2014: Baar-Wutach

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg,
jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30,
Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I, Hauptstr. 1, Freiburg.


[DRUCKVERSION]

- Eintritt frei -
Gäste sind jederzeit herzlich willkommen!

Mittwoch, 06.11.2013

PD Dr. Thomas Ludemann, Freiburg:

Die natürliche Vegetation im Baar-Wutach-Gebiet

Mittwoch, 20.11.2013

Kurt Rilling, Freiburg:

Stagnogley, Buntsandstein
Stagnogley, Buntsandstein

Terra fusca-Parabraunerde, Muschelkalk
Terra fusca-Parabraunerde, Muschelkalk

Pelosol, Unterjura
Pelosol, Unterjura

Die Böden der Region Baar-Wutach: Entstehung, Verbreitung, Eigenschaften

Böden sind neben Wasser, Luft und Sonne unsere wichtigste Lebensgrundlage. Da sie sich dem direkten Einblick entziehen, führen sie oft ein Schattendasein und sind nur wenig im öffentlichen Bewusstsein vorhanden. Dabei sind Böden nicht nur Standorte für unsere Kulturpflanzen, sondern haben daneben weitere wichtige Funktionen. Sie besitzen beispielsweise eine wichtige Regelungsfunktion im Wasserkreislauf, dienen als Filter und Puffer für Schadstoffeinträge und sind Lebensraum für zahllose Bodentiere.

Gerade in der Baar-Wutach-Region, mit ihren besonderen geologischen Gegebenheiten, gibt es eine außerordentliche Vielfalt verschiedener Böden, die i. d. R. eine lange Geschichte hinter sich haben. Durch Verwitterung der vor Jahrmillionen aus Meeres- oder Flussablagerungen gebildeten Gesteine des Buntsandsteins, Muschelkalks, Keupers und Juras sind die unterschiedlichsten Bodentypen entstanden. Dabei spielte die jüngste geologische Vergangenheit, das Eiszeitalter, eine wichtige Rolle. Häufige Frostwechsel führten zur Zerkleinerung, Vermischung und Umlagerung der Gesteine. Außerdem kam es zur Ablagerung von Wind- und Flusssedimenten. Nach der Klimaerwärmung vor rund 12 000 Jahren begannen sich durch verschiedene Prozesse wie Verwitterung, Humusbildung, Verlehmung, Kalklösung usw. unsere heutigen Böden zu entwickeln. Durch das Eingreifen des Menschen seit der Jungsteinzeit, großflächig dann seit dem Mittelalter, wurden die natürlichen Böden zu Kulturböden umgewandelt. Ackernutzung und Waldrodung führte weit verbreitet zu Bodenerosion und zur Ablagerung von Bodensedimenten in Mulden und Talauen.

Eine Besonderheit im Süden der Region ist die durch die Flussanzapfung an der Feldbergdonau vor ca. 18 000 Jahren entstandene Wutachschlucht mit ihren tiefen, engen Seitentälern. In der nördlich angrenzenden Baar hingegen fehlen tief eingeschnittene Täler. Im Wasserscheidengebiet zwischen Donau, Neckar und Wutach treten dort in den Senken häufig Moore und vernässte Böden auf.

Bodenkarten des LGRB zeigen die Abhängigkeit der Bodenverbreitung von Relief und Ausgangsgestein in der Region und beschreiben die Eigenschaften und Merkmale der zu Bodengesellschaften zusammengefassten Böden. Die Karten sind dabei eine wichtige Grundlage für Fragen des Bodenschutzes.

Literatur:

RILLING, K. (1996): Blatt 7917 Villingen-Schwenningen-Ost, Karte und Tabellarische Erläuterung. – Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000: 51 S., 1 Tab., 1 Kt.; Freiburg i.Br. (Geol. Landesamt Baden-Württ.). RILLING, K. (1997): Blatt 8016 Donaueschingen, Karte und Erläuterungen. – Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000: 107 S., 2 Abb., 1 Tab., 1 Kt.; Freiburg i. Br. (Geol. Landesamt Baden-Württ.) KÖSEL, M. & RILLING, K. (2002): Die Böden der Baar – ein Beitrag zur regionalen Bodenkunde Südwestdeutschlands. – Schr. Ver. Gesch. Naturgesch. Baar, 45: 99–128, 17 Abb.; Donaueschingen. RILLING, K. (2004): Böden. In: FRANZ, M. & MÜNZING, K. mit Beitr. v. FINGER, P., GRIMM, B., KECK, O. u. RILLING, K.: Erläuterungen zu Blatt 7917 Villingen-Schwenningen-Ost. – Geologische Karte von Baden-Württ. 1: 25 000: 153–161, 6. Auflage, Hrsg.: LGRB Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. RILLING, K. (2004): Blatt 8017 Geisingen. – Karte und Erläuterungen. – Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000: S., Abb., Tab., Taf., 1 Kt.; Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie Rohstoffe und Bergbau Baden-Württ.) LAZAR, S. & RILLING, K. (2006): Die Böden der Baar. – In: Siegmund, A. (Hrsg.): Faszination Baar – Porträts aus Natur und Landschaft: 37–56, 25 Abb., 2. Aufl.; Donaueschingen.

Mittwoch, 04.12.2013

Prof. Dr. Alexander Siegmund und Dipl.- Geoökologe. Daniel Volz, Heidelberg:

Zwischen Schichtstufen und Kaltluftseen – Naturräumliche Charakteristika und
Regionalklima der Baar

Die Baar - eine Hochmulde im Übergang vom Schwarzwald im Westen zur Schwäbische Alb im Osten - bildet aufgrund ihrer speziellen geologischen Gegebenheiten und Landschaftsformen ein einmaliges Schaufenster in die Erdgeschichte: Vom Grundgebirge mit Granit und Gneis über die verschiedenen Deckschichten der Trias bis hin zu den Jura-Kalken der Albhochfläche lassen sich hier auf engstem Raum vielfältige Gesteine entdecken. Zugleich bietet sich vom Süden der Baar ein eindrucksvoller Blick über die gesamten Stufen der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft, die hier ihren Ausgang findet.

Durch ihre Hochmuldenform ist die Baar aber vor allem auch durch ihre besonderen regionalklimatischen Besonderheiten bekannt: Durch die Bildung von so genannten Kaltluftseen zählt die Regionen bei Strahlungswetterlagen mit zu den Kältepolen Deutschlands. Gleichzeitig zeichnen sich eine jahreszeitloch und räumlich unterschiedliche Niederschlagsgenese und -Verteilung ab, die mit zum charakteristischen Klima der Region beiträgt, die einst zu den Kornkammern Badens zählte.

Der Vortrag zeigt einen Streifzug durch die vielfältige und kleinräumig differenzierte geologischen und geomorphologischen Besonderheiten der Baar und zeigt die besonderen regionalen Klimakennzeichen auf.

Mittwoch, 15.01.2014

Wolf Hockenjos, Donaueschingen:

Wald und Waldwirtschaft in der Baar - gestern, heute, morgen

Mittwoch, 05.02.2014

Dr. Niklot Krohn, Freiburg:

Von Steinzeitjägern, Römerstraßen und Alamannengräbern:
Die Kulturlandschaftsgeschichte der Baar aus archäologischer Sicht

Mittwoch, 12.2.2014

Dr. Friedrich Kretzschmar, Freiburg

Bedeutung des Grünlandes für den Naturschutz
auf der Baar und der Baaralb

Die vielfach „Kornkammer Badens“ genannte Baar zeichnet sich auch durch eine große Vielfalt an Grünlandgesellschaften aus. Von Trollblumen-Bachkratzdistelwiesen am Schwarzwald-Ostrand über artenreiche Glatthaferwiesen auf der Riedbaar bis zu orchideenreichen Halbtrockenrasen auf der Baaralb reicht das Spektrum. Während die Bestände auf trockenen Standorten am Albrand heute meist durch Pflegeverträge erhalten werden, sind die gut meliorierbaren Wiesen auf der Baar stark durch Intensivierung der Nutzung gefährdet. Über Förderprogramme im Vertragsnaturschutz und naturschutzorientierte betriebliche Beratung versucht man, die kaum noch rentable Heuwiesennutzung aufrecht zu erhalten.

 


Halbtägige Seminare

Bitte beachten:
Veranstaltungsort Herderbau, R 100,
Tennenbacher Straße 4, Freiburg


Ökologie der Erde

Mittwoch, 23.10.2013, 14 – 18 Uhr

 

14:00 – 14:15: Prof. Dr. Albert Reif:

Begrüßung

 

14:15 – 15:00: Dr. Benoît Sittler, Freiburg:

Naturraum der Arktis, Populationszyklen

Ein vom BLNN mitunterstütztes Forschungsprojekt der Universität Freiburg befasst sich seit über 25 Jahren mit einem hocharktischen Ökosystem im North East Greenland National Park. Dieses Langzeitmonitoring einer Tundren-Lebensgemeinschaft liefert somit einmalige Einblicke in die Ausstattung und in das Funktionieren arktischer Lebensgemeinschaften. Prägend sind in dem Untersuchungsgebiet des Karupelv Tals die Lemmingzyklen und die gegenseitige Beeinflussung der Raubfeinde wie z.B. Schnee-Eulen und Hermeline. Inzwischen ist auch der Klimawandel, der die polaren Gebiete besonders betrifft, allerorts spürbar. Leidtragende Arten sind neben den Eisbären auch Moschusochsen, die mit den veränderten Schneebedingungen nur schwer zu recht kommen. Ähnliches gilt auch für die Lemminge, und indirekt auch wieder für ihre Fressfeinde.

15:00 – 15:45: Dr. Christine Schmitt, Freiburg:

Die äthiopischen Bergregenwälder mit wildem Kaffee: Biodiversität, Schutz und Nutzung

Die äthiopischen Bergregenwälder beherbergen eine hohe Biodiversität und sind das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Arabica-Kaffee. Die Wälder sind jedoch durch einen stetig wachsenden Landnutzungsdruck stark bedroht. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Verbreitung und Ökologie der verbleibenden Bergregenwälder mit wilden Kaffee. Weiterhin werden die Konfliktpotentiale rund um Waldschutz, Waldnutzung und Kaffeemanagement am Beispiel der Kafa Zone im Südwesten Äthiopiens diskutiert.

Literatur:

Hylander, K., Sileshi N., Delrue, J. & Woldeyohannes E. (2013): Effects of coffee management on deforestation rates and forest integrity. Conservation Biology 27 (5): 1031-1040. Schmitt, C.B. (2006): Montane rainforest with wild Coffea arabica in the Bonga region (SW Ethiopia): plant diversity, wild coffee management and implications for conservation. Ecology and Development Series 47. Cuvillier Verlag, Göttingen. Schmitt, C.B., Feyera S., Tadesse W., Rudner, M. & Denich, M. (2013): Importance of regional climates for plant species distribution patterns in moist Afromontane forest. Journal of Vegetation Science 24(3): 553-568. Schmitt, C.B., Feyera S., Denich, M., Preisinger, H. & Boehmer, H.J. (2009): Wild coffee management and plant diversity in the montane rainforest of southwestern Ethiopia. African Journal of Ecology 48: 78-86.

15:45 – 16:15: Kaffeepause

16:15 – 17:00: Prof. Dr. Rainer Lösch,
Aschaffenburg:

Flora, Vegetation und Ökologie der Kanarischen Inseln

DrachenbaumDrachenbaum

Im Vortrag werden im Höhen-Transekt von der Küste bis ins Gebirge die großen Vegetations-stufen der Kanarischen Inseln vorgestellt – Sukkulentenbusch, wärmegetönter Buschwald, Lorbeerwald, Heidebuschwald, Kiefernwald und subalpine Kugelbusch-Bestände. Zusätzlich zu ihrem physiognomischen Erscheinungsbild werden - unter dem Gesichtspunkt der spezifischen Flora – eine Reihe typischer Pflanzenarten illustriert. Ausgehend von den je unterschiedlichen Gegebenheiten werden an Beispielen aus den besonders bedeutsamen dieser Vegetationseinheiten Aspekte der Biogeographie und Ökologie der kanarischen Pflanzenwelt präsentiert. So fallen bei etlichen Gattungen sowohl der ariden Tief- und Hochlagen wie auch des Heidebusches in der Humid-Stufe der Inseln zum Einen die Existenz disjunkter Areale zwischen den mittelatlantischen Inseln bei manchen Arten auf, zum Anderen eine hohe Zahl von Vikarianz-Sippen sowohl innerhalb des makaronesischen Großraumes (Azoren-Madeiren-Kanaren-Kapverden) als auch zwischen dort und dem afrikanischen Festland – bis hin zur Vikarianz ganzer Pflanzengesellschaften. Für die Lorbeerwald-Vegetation werden, auf der Grundlage Bestands-meteorologischer und ökophysiologischer Studien, spezifische ökosystemare Gegebenheiten dieser auch vegetationsgeschichtlich hoch bedeutsamen Pflanzengemeinschaft vorgestellt. Am Beispiel der kanarischen Crassulaceen werden funktionelle Grundlagen der Speziation und Einnischung in unterschiedliche Habitate im Zuge einer radiativen Evolution erläutert. Die Beispiele sollen zeigen, wie die Pflanzenwelt der Kanaren mit ihren Eigenheiten hervorragendes Anschauungs- und Studien-Material bietet für die vielfältigen Facetten geobotanischer Forschung zur Pflanzenwelt einer Region und ihrer spezifischen Charakterisierung.

17:00 – 17:45: Prof. Dr. Ulrich Deil, Freiburg:

Flora, Vegetation und Ökologie von Südwest-
Arabien und Jemen

 


 

Naturschutz im Wald

Mittwoch, 29.01.2014, 13 – 18 Uhr

13:00 – 13:15 h: Prof. Dr. Albert Reif:

Begrüßung

13:15 – 14:15 h: Helmut Schlumprecht, Bayreuth:

Anpassung des Naturschutzes an den Klimawandel in Baden-Württemberg

WasserbilanzWasserbilanz

These 1:
Der Klimawandel mit seinen Auswirkungen trifft auf eine in ihrer Anpassungsfähigkeit geschwächte biologische Vielfalt, da viele Arten und Lebensräume in ihren Beständen und ihrer Verbreitung zurückgehen und nach den Roten Listen gefährdet sind.

These 2:
Die vergleichsweise geringe Erhöhung der Jahresmitteltemperatur im 20. Jahrhundert (v. a. in den letzten 30 Jahren) ist Grundlage für bereits beobachtbare Veränderungen in der Pflanzen- und Tierwelt. Wichtige Klima-Parameter sind Temperatur und Niederschlag (im Jahresgang, v.a. in der Vegetationsperiode), die klimatische Wasserbilanz und die Anzahl der Tage ohne Niederschlag bzw. Trockenperioden. Weiter sind auch Extremereignisse entscheidend. Die fundierte Abschätzung der Auswirkungen von Extremereignissen ist schwierig. Daher werden vorrangig die durchschnittlichen Veränderungen von Summen-Parametern oder Jahresmittelwerten behandelt, auch wenn Extremereignisse deutliche Auswirkungen auf Flora und Fauna haben können.

.... bis These 10 [PDF]

14:15 – 15:15: Rüdiger Unseld, Freiburg:

Anpassung der Forstwirtschaft an den Klimawandel in Baden-Württemberg

Den jüngsten Berechnungen aus Klimamodellen nach sind in Baden-Württemberg zukünftig spürbare Veränderungen z.B. bei der Länge der Vegetationszeit und bei der Niederschlagsverteilung zu erwarten. Diese Klimagrößen haben einen maßgeblichen Einfluss auf das Baumwachstum und in der Folge davon auch auf die vielfältigen ökologischen und ökonomischen Funktionen des Waldes. In einer „Anpassungsstrategie Baden-Württembergs an die Folgen des Klimawandels“ wurden die unterschiedlichen Aspekte der Forstwirtschaft strukturiert und zusammenfasst. Wichtigste Ergebnisse der Anpassungsstrategie sind die daraus abgeleiteten Maßnahmen und deren Priorisierung. Sie werden in dem Vortrag neben einführenden Überlegungen zur Sensitivität und Anpassungskapazität in verschiedenen Bereichen der Forstwirtschaft vorgestellt.

Literatur:

ALBRECHT, A.; SCHINDLER,D.; GREBHAN,K.; KOHNLE,U.; MAYER,H. ( 2009): Sturmaktivität über der nordatlantisch-europäischen Region vor dem Hintergrund des Klimawandels - eine Literaturübersicht. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 180, S.109-118. BOLTE, A., EISENHAUER, D.-R., EHRHART, H.-P., GROß, J., HANEWINKEL, M., KÖLLING, C; PROFFT,I; ROHDE, M.; RÖHE, P.; AMERELLER, K. (2009): Klimawandel und Forstwirtschaft – Übereinstimmungen und Unterschiede bei der Einschätzung der Anpassungsnotwendigkeiten und Anpassungsstrategien der Bundesländer. Landbauforschung - vTI Agriculture and Forestry Research 4 2009 (59); S.269-278 DELB, H. (2012): Eichenschädlinge im Klimawandel in Südwestdeutschland. FVA-einblick 02/2012; S.11-14 HANEWINKEL, M.; CULLMANN, D.; MICHIELS, H.G. (2010b): Künftige Baumarteneignung für Fichte und Buche in Südwestdeutschland. AFZ-DerWald 65 (19), S.30-33 KOHNLE, U.; HEIN,S.; MICHIELS, H.-G. (2008): Waldbauliche Handlungsalternativen angesichts des Klimawandels. FVA-einblick 12, S.50-53. MEINING, S.; V. WILPERT, K.; SCHÄFFER,J.; HARTMANN,P.; SCHUMACHER,J.; DELB,H.; AUGUSTIN,N. (2012): Waldzustandsbericht 2012. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Hrsg.), 69 S. MENZEL, A., JAKOBI, G., AHAS, R., SCHEIGINGER, H. & ESTRELLA, N. (2003): Variations of the climatological growing season (1951-2000) in Germany compared with other countries. - International Journal of Climatology, 23 (7), S.793-812. MILAD, M., SCHAICH, H. & KONOLD, W. (2012): Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel –- eine Analyse von Vorschlägen aus Forstwirtschaft und Naturschutz. Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 183 (9/10); S.183-196 NOTHDURFT,A.; WOLF,W.; RINGELER,A.; BÖHNER,J.; SABOROWSKI,J. (2012): Spatio-temporal prediction of site index based on forest inventories and climate change scenarios. Forest Ecology and Management 279; S. 97–111 PETERCORD, R. (2009) Waldschutz und Klimawandel – „Wettlauf mit den Schädlingen ? LWF Wissen 63; S.61-69 REIF, A.; BRUCKER, U.; KRATZER, R.; SCHMIEDINGER, A.; BAUHUS, J. (2010): Waldbau und Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels aus Sicht des Naturschutzes; BfN-Skripten 272; 2010; 130 S.

15:15 – 15:45: Kaffeepause

15:45 – 16:30: Nicolas Schoof, Freiburg:

Wildnisgebiete in Deutschland - Realität und Perspektiven

Wildniss?Eindrücke aus dem NLP Unteres Odertal:
Was ist Wildnis?

Der Vortrag informiert über das Vorhaben der Bundesregierung 2% der terrestrischen Bundesfläche als Wildnisgebiete auszuweisen. Hierzu wurde ein F&E-Vorhaben finanziert, in welchem eine Landschaftsanalyse durchgeführt werden sollte, mithilfe derer potentielle Wildnisgebiete in Deutschland identifizieren werden sollten.

Wie wurde hierbei vorgegangen, wo kann die Wildnis von morgen entstehen und wie viel Wildnis haben wir in Deutschland schon? Um diese Fragen zu beantworten wird u.a. auch auf die immer wieder (ergebnislos) geführte Diskussion um Mindestgrößen von großflächigen Prozessschutzgebieten eingegangen werden. Außerdem wird noch auf einige mögliche Managementrichtlinien solcher Gebiete kritisch eingegangen werden.

16:30 – 17:15: Juliane Schultze, Freiburg:

Flächen mit natürlicher Waldentwicklung in Deutschland

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) strebt die Bundesregierung eine natürliche Waldentwicklung (NWE) auf 5 % der Waldfläche Deutschlands und 10 % der Fläche der öffentlichen Wälder bis zum Jahr 2020 an.

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) strebt die Bundesregierung eine natürliche Waldentwicklung (NWE) auf 5 % der Waldfläche Deutschlands und 10 % der Fläche der öffentlichen Wälder bis zum Jahr 2020 an.

Seit Dezember 2010 beschäftigte sich ein Forschungsverbund aus Mitarbeitern/Innen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA), der Professuren für Vegetationskunde und Waldbau der Universität Freiburg sowie des Instituts für Landschaftsökologie und Naturschutz in Bühl (ILN) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit der Frage, auf welchen Flächen Deutschlands aktuell und voraussichtlich bis zum Jahr 2020 eine natürliche Waldentwicklung gewährleistet ist. Voraussetzung für die Bilanzierung war die Festlegung von Mindestanforderungen für NWE-Flächen. Mit dieser Bilanzierung ist erstmals eine belastbare Ausgangsbasis für die künftige fachliche und politische Diskussion um nutzungsfreie Wälder in Deutschland entstanden.

Die Bilanzierung ergibt zum Stichjahr 2013 eine nutzungsfreie Waldfläche von 213.145 Hektar (1,9 % der Waldfläche).

Für einen erfolgreichen Schutz der Biodiversität ist die Qualität der Flächen mit natürlicher Waldentwicklung von wesentlicher Bedeutung. Die einzelnen Flächen und die gesamte Flächenkulisse wurden anhand von Kriterien bewertet, mit denen die räumlichen (Vollständigkeit der Prozesse), zeitlichen (Habitattradition) und funktionalen (Naturnähe der Bestockung, Repräsentanz, Seltenheit und Gefährdung) Dimensionen der naturschutzfachlichen Qualität angesprochen werden.

Im dem Vortrag wird das Vorgehen des Projektes, insbesondere der naturschutzfachlichen Bewertung vorgestellt und die Ergebnisse präsentiert.

17:15 – 17:30: Abschlussdiskussion

Kuchiggeischter

Crista Rinklin
Paperback: 120 Seiten
Format: 16,5 x 24 cm
ISBN: 978-3-935737-15-9
12,80 €

Kuchigeischter - Wenn Edelbrenner im Breisgau und Kaiserstuhl am Herd stehen.

Seit Generationen verstehen es die Obstbauern im Breisgau und Kaiserstuhl, die Aromenvielfalt ihrer einzigartigen Kulturlandschaft in der Flasche einzufangen. Doch wehe, wenn die Geister losgelassen...
In diesem Buch ließen sich Edelbrenner, Sterneköche und andere Liebhaber hochprozentiger Genüsse von den "Kuchigeischtern" inspirieren. Zwischen Obstbäumen, Brenngeschirren und Kochtöpfen ließen sie sich ihre besten Rezepte entlocken, die von der Autorin Christa Rinklin zu einer einzigartigen Sammlung zusammengetragen wurden.

Rezension:
Was hat ein Kochbuch, zumal mit Schwerpunkt auf Hochprozentigem, auf dieser Webseite mit Schwerpunkt auf Naturschutz und Landschaftspflege zu suchen?
Zum einen: Wenn etwas Hochprozentiges von Qualität in der Flasche landen soll, dann sind es die alten Obstsorten der Streuobstwiesen, Böschungen und Rebhängen, die die besten Grundlagen dafür bieten. Das gibt es nur in einer lebendigen, ökologisch intakten Kulturlandschaft.

aufgeschlagen
Erschienen im Lavori-Verlag

Zum anderen. Das Büchlein ist eine hochprozentige Ergänzung zu Naturführern. Führen die einen zu den Besonderheiten der Natur, ergänzt das Büchlein die Ziele um Besonderheiten der kulinarischen Art. Und schließlich sind naturverbundene Menschen meist auch sinnesfroh und einer guten Küche unbedingt zugetan. Nichtheimische seien allerdings gewarnt, die Rezepttitel lauten auf: "Kalbsläwere mid Epfelbrand" und "I´g´legde Kaas". Nein, die Autorin war nicht betrunken, das ist Alemannisch - sicherheitshalber mit Übersetzung unter den Titeln.
Ein rundherum gelungenes Büchle, das sehr empfohlen werden kann.

Peter Rasch

Gewesen:

DER NORDSCHWARZWALD

Druckversion

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 12/13 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg
Jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30,
Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I,
Hauptstraße 1, Freiburg.

Mittwoch, 24.10.2012

Uwe Schmidt, Freiburg

Wald- und Siedlungsgeschichte des Nordschwarzwalds

Mittwoch, 07.11.2012

Thomas Ludemann, Freiburg

Die Vegetation des Nordschwarzwaldes

Ausgehend von den natürlichen ökologischen Standorts- und Wuchsbedingungen, anknüpfend an neue Ergebnisse zur Wald- und Landnutzungsgeschichte, wird die Vegetation des Nordschwarzwaldes behandelt. Schwerpunkte liegen bei den verschiedenen Lebensräumen der Wälder, bei Fragen nach der ursprünglichen und der heutigen natürlichen Baumartenzusammensetzung (insb. Fichtenfrage) und dem aktuellen Vegetationsmosaik der Wälder sowie bei der möglichen zukünftigen Waldentwicklung.

Mittwoch, 21.11.2012

Luis Scheuermann, Greenpeace Deutschland

Die Landschaften und Lebensräume im geplanten Nationalpark Schwarzwald - Chancen für die Natur in einem Großprozessschutzgebiet in Baden-Württemberg

Narionnalpark  Schwarzwald

Der geplante Nationalpark im Nordschwarzwald ist aktuell Gegenstand kontroverser Debatten. Welche schutzwürdigen Naturräume das Großschutzgebiet möglicherweise einschliessen wird, soll hier in einer Bilderreihe vorgestellt werden. Die Möglichkeiten die ein solcher Nationalpark für die Naturlandschaften im Nordschwarzwald bietet werden aufgezeigt. Luis Scheuermann ist Kampaigner für Waldschutz und Beauftragter für die Kampagne Nationalpark Schwarzwald bei Greenpeace Deutschland.

Mittwoch, 05.12.2012

Dr. Marc Förschler, Vogelwarte Helgoland

Die Vogelarten des Nordschwarzwaldes

Mittwoch, 16.01.2013

Dr. Adam Adam Hölzer, Karlsruhe

Genese und aktueller Zustand der Moore des Nordschwarzwaldes, mit besonderer Berücksichtigung der Torfmoose

[Vortrag als PDF]

Mittwoch, 13.02.2013

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Huss, Freiburg

Waldbau im Nordschwarzwald – gestern, heute, … und morgen?

Halbtägiges Seminar
"NATURSCHUTZ IM NORDSCHWARZWALD"

Mittwoch, 30.01.2013, 13 – 18 h
Universität Freiburg, Herderbau, R 100, Tennenbacher Straße 4.

14:00 – 14:15 h:

Prof. Albert Reif

Begrüßung

14:15 – 15:00 h:

Dr. Thomas Waldenspuhl & Dr. Britta Hartard (FVA):

Gesamtkonzeption Waldnaturschutz ForstBW

15:00 – 15:45 h:

Dr. Wolfgang Schlund

Naturschutz und Naturschutzstrategien im Nordschwarzwald

15:45 – 16:15 h
Kaffeepause

16:15 - 17:00 h:

Prof. Dr. Albert Reif

Naturschutz im Wald

17 h – 17 h 30:

Abschlussdiskussion



Bitte an die Referenten



Exkursionen SS-2012

Gemeinschaftsexkursion des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz, der Naturforschenden Gesellschaft, der Société d'Histoire Naturelle de Colmar und dem Alemannischen Institut Freiburg

Mittlerer Schwarzwald

Sonntag,13.5.2012: 8 h 00

Abfahrt in Freiburg am "Park & Ride-Parkplatz" Padua-Allee. Dort Bildung von Fahrgemeinschaften. Daher bitte PKW zum Treffpunkt mitbringen!!!

9 h 00 – 10 h 30: Relikte der Schälwaldnutzung (Gewinnung von Rinde der Traubeneiche zum Gerben). Exkursion zu einem als Eichen-Schälwald genutzten Niederwald. Erklärung durch Karl und Florian Dieterle, Großdislehof, 77709 Oberwolfach. Kontakt Tel. 0171-2755744 (Florian), 07834-1273 (Karl).

10 h 45 – 11 h 45: Besuch der Grube Wenzel in Oberwolfach; Befahrung des alten Silberbergwerks in Gruppen, Führung ca. 1 Stunde. 11 h 45 – 12 h 30: Mittagspause am Grubenhaus "Wenzel" (Vesper, dort auch Bewirtung)

12 h 45 – 13 h 45: Mineralien- und Mathematikmuseum ("MiMa") mit sehr schöner Sammlung von Mineralien des Schwarzwaldes und interaktiver Einführung in mathematische Überraschungen. Schulstraße 5, 77709 Oberwolfach. Führung durch Herrn Werner Günter.

14 h 15 – 15 h 15: Plenterwald aus wirtschaftlicher und landschaftsökologischer Sicht. Exkursion mit kurzer Wande¬rung in der Umgebung von Vorderlehengericht. Leitung: Revierförster Dold (Schramberger Str. 57, 77761 Schiltach. 07836/638)

15 h 30 – 17 h: Waldgeschichtliches Schüttesägenmuseum, Rundgang durch die Altstadt von Schiltach. Themen: Stadtgeschichte, Flößerei, Gerberei.

Abschluss 17 h. Anschließend Rückfahrt nach Freiburg, oder Gelegenheit zu Abendessen in Schiltach oder im Höhengasthaus "Käppelehof" im Osterbachtal bei Hausach (Adresse: Fam. Martin Armbruster, Osterbach 7, 77756 Hausach, Tel. 07831 / 459).

Anmeldung: Albert Reif, Staufener Str. 11, 79292 Pfaffenweiler, Tel. 0761-203-3683 (Arbeit) oder 07664-6679 (abends) oder E-Mail: albert.reif@blnn.de

 

Exkursion des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz  

Kaiserstuhl

Samstag, 09. Juni 2012:

Halbtagsexkursion in den Kaiserstuhl: Pulverbuck/ Oberbergen und ins NSG Ebnet/ Achkarren. Am Pulverbuck besitzt der BLNN zwei Terrassen mit Magerwiesen. Der extrem artenreiche Halbtrockenrasen mit vielen Raritäten lohnt auf jeden Fall einen Besuch, mit Magerrasen, Säumen und zumindest 2011 einem Brutplatz des Wiedehopf.
Anschließend besuchen wir das NSG Ebnet bei Bickensohl, wo artenreiche Halbtrockenrasen mit Limodorum abortivum und Ophrys insectifera überraschen.

Treffpunkt: "P&R-Parkplatz Padua-Allee" in FR-West, 12 h. Dort Bildung von Fahrgemeinschaften, bitte Fahrzeug mitbringen.

Leitung und Anmeldung: Bernd Künemund: bernd.kuenemund@web.de 0176 47030846

 

Hochschwarzwald

Sonntag, 01. Juli 2012:

Wanderung im Hochschwarzwald vom Caritasheim am Feldberg in das Hintere Menzenschwander Albtal und Krunkelbachtal. Themen: Kulturlandschaft im Hochschwarzwald, Durchgängigkeit von Fließgewässern, Offenhaltung von Weidbergen.

Treffpunkt: 07 h 45 Wiehre Bahnhof in Freiburg; Abfahrt 8 h15 mit Bahn und Bus zum Caritasheim am Feldberg (falls keine Regiokarte Bildung von Fahrgemeinschaften mit Baden-Württemberg-Ticket), Rückkehr 17.45h (16h30 ab Caritasheim) Reine Wanderzeit ca 4 h; Rucksackverpflegung und wetterfeste Ausrüstung.

Leitung und Anmeldung: Regina Ostermann und Norbert Dreher; Anmeldung: Regina Ostermann, Rheinstraße 36, 77974 Meißenheim, Tel. 07824-661381 (AB) oder regina.ostermann@blnn.de

 

 

Gewesen, Vortragsreiche im WS 2011/2012: Naturschutz in Südbaden

Naturschutz in Südbaden

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 11/12 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg im Hörsaal des Instituts für Biologie I (Zoologie), Hauptstraße 1, Freiburg; sowie zwei Sondertermine in Ebringen und Ihringen.


Mittwoch, 26.10., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Ludwig Trepl

Geschichte der Ökologie und des Naturschutzes

Den Zusammenhang von Ökologie und Naturschutz sieht man im allgemeinen so: Nachdem die Ökologie neue Erkenntnisse über die Natur gewonnen hatte, entstand der Naturschutz aus einer Einsicht über die erkannten Zusammenhänge heraus. Tatsächlich entstand er aber nicht als „angewandte Ökologie“, sondern als Teil des Heimatschutzes. Es ging nicht um Umweltschutz und Naturressourcen, sondern um eine kulturelle Aufgabe. Naturschutz kann auch deshalb nicht einfach „angewandte Ökologie“ sein, weil diejenigen ökologischen Fragen, die für den Naturschutz besonders wichtig sind, in der Ökologie durch ihre ganze Geschichte hindurch höchst umstritten waren und sind.

Weiterführende Informationen

Mittwoch, 09.11., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Thomas Breunig

Baden-Württembergs Flora im Wandel – Kenntnisstand, Ursachen und Möglichkeiten eines Monitorings

Intensivstudium

Die Flora Baden-Württembergs hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert: Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens), Klebalant (Dittrichia graveolens), Indische Scheinerdbeere (Duchesnea indica) und Dänisches Löffelkraut (Cochlearia danica) haben das Land erobert; das Mexikanische Berufkraut (Erigeron karvinskianus) hat den Sprung über die Alpen geschafft und wächst nun auch am Bodensee, das ausgestorben geglaubte Nagelkraut (Polycarpon tetraphyllum) taucht in immer mehr Städten auf. Andererseits sind viele Ackerwildkräuter extrem selten geworden und manche Arten des Extensivgrünlands sind regional verschwunden wie zum Beispiel die Arnika (Arnica montana) im Odenwald.

Amaranthus deflexus

Wie genau kennen wir den Umfang dieser Veränderungen und was sind die Gründe dafür? Handelt es sich in allen Fällen tatsächlich um Arealveränderungen oder bei manchen Arten nur um einen veränderten Kenntnisstand? Und wie können wir mit reproduzierbaren Methoden den Zustand der heimischen Pflanzenwelt dokumentieren, um diese Fragen zukünftig besser beantworten zu können?


Sonntag, 20.11., 16 h, Oberes Foyer der Schönberghalle (Schulstr. 8) in Ebringen

Dipl.-Forstwirtin Tina Attinger, Prof. Dr. Albert Reif

Historische Waldnutzung und heutige Landschaft am Schönberg bei Freiburg

Mittwoch, 23.11., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Axel Mayer

Flächenverbrauch, Zersiedelung und „Verscheußlichung“ am Oberrhein

Herbholzheim

Das „Paradies am Oberrhein“, das Elsass, die Nordschweiz und Südbaden, die reiche, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft...
Wer kennt sie nicht, die Buchtitel, Postkarten, die Bildbände und Kalender, die eine der schönsten und vielfältigsten Landschaften Europas beschreiben: Den Schwarzwald und die Vogesen mit Reben und Tannen, den Naturgarten Kaiserstuhl, den Breisgau, die sonnenverwöhnte "Toskana Deutschlands", der Sundgau, das elsässische Ried... Und doch gibt es auch massive Gefährdungen dieser Landschaft.

Während die Bevölkerung im Bundesgebiet abnimmt, boomt der Flächenverbrauch in Südbaden und insbesondere in der Rheinebene zumindest noch für einige Jahre. Flächen sparen wollen zwischenzeitlich die Politiker aller Parteien, doch die Realität sieht noch anders aus. Städte, Dörfer, Straßen und Einkaufsmärkte wuchern ins Gelände und entlang der Vorbergzone wachsen die Gemeinden zu einem hässlichen Siedlungsbrei zusammen. Die wenigen, erhalten gebliebenen historischen Altstädte und die restlichen Naturschutzgebiete am Oberrhein verbindet eines: Sie sind zunehmend Inseln in einem Meer von Scheußlichkeit. Die Lebensqualität im zunehmend verbauten und verlärmten Transitland Oberrhein nimmt ab.
BUND-Geschäftsführer Axel Mayer wird in einem kurzen Vortrag die Probleme des Flächenverbrauchs und der Zersiedelung aufzeigen und Alternativen zu dieser Entwicklung mit dem Publikum diskutieren.

Flachwassertümpel
Anlage von Flachwassertümpeln in Kiesgruben - davon profitieren Kreuzkröte und Unke


Schutzprogramm für die Kreuzotter im Schwarzwald

Mittwoch, 7.12., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr.1

Klemens Fritz

Amphibien und Reptilien - Gefährdungen und Schutzmaßnahmen

Amphibien und Reptilien gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen. Im Vortrag werden Rückgangsursachen und Gefährdungen ausgewählter Arten aufgezeigt und Maßnahmen vorgestellt, die in den vergangenen Jahren zum Schutz dieser Tiere im südbadischen Raum umgesetzt wurden.

Gruenlandvernässung
Vernässung von Grünland/Schaffung von Flachwasserbereichen Biotopverbesserung für den Laubfrosch

Mittwoch, 14.12., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Helmut Opitz

Gefährdung und Schutz der Avifauna von Südbaden

Im Mittelpunkt des Vortrags werden folgende Fragestellungen stehen:
Welche Veränderungen in der Avifauna hat es in den letzten 50 Jahren gegeben? Welche Arten sind verschwunden, welche neu dazugekommen? Welche Arten der Roten Liste Deutschlands, welche für den Vogelschutz prioritären Arten kommen in der Region vor, für welche haben wir eine besondere Verantwortung? Wie ist die Situation der Vögel in der Agrarlandschaft und dabei insbesondere die der Wiesenbrüter? Haben z.B. Großer Brachvogel und Kiebitz eine Überlebenschance? Bei allen angesprochenen Arten werden bestehende und potentielle Schutzbemühungen aufgezeigt. Mögliche Auswirkungen des Klimawandels werden diskutiert. Schwerpunkte des Vortrags werden die Vorkommen am Oberrhein und im Schwarzwald sein,während von der Baar und vom westlichen Bodenseegebiet nur die wichtigsten erwähnt werden.


HinterwälderHinterwälder bei Präg

Genista sagittalisFlügelginster (Genista sagittalis)

Ausdauernder Lein (Linum perenne)

 

Mittwoch, 18.1., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Angelika Schwabe-Kratochwil

Bedeutung der Beweidung für den Naturschutz

Viele unserer Kulturlandschaften, die hohe Pflanzen- und Tierartendiversität aufweisen und „hot spots“ dieser Diversität darstellen, verdanken ihre Existenz und die Bewahrung hoher Diversität extensiven Beweidungssystemen. Dazu gehören z. B. die Extensiv-Weidfelder des Schwarzwaldes und der Vogesen, die Halbtrockenrasen-Landschaften z. B. der Juragebirge, aber auch hoch gefährdete Trocken-Pionierfluren und -Rasen auf basenreichen Sanden z. B. in der nördlichen Oberrheinebene. Bei fehlender Pflege setzen Sukzessionsprozesse ein, deren Geschwindigkeit im Vortrag aufgezeigt wird.

Der Vortrag widmet sich vor allem Prozessen, die durch Beweidung ermöglicht werden, vor allem am Beispiel von Schafbeweidung (z. T. auch Eselbeweidung) in der nördlichen Oberrheinebene, aber auch der Rinderbeweidung im Schwarzwald. Solche Effekte sind z.B.: Reduktion konkurrenzkräftiger Grasartiger (Süßgräser, Seggen) durch Beweidung und Förderung konkurrenzschwacher gefährteter Pflanzenarten, Ausbreitung von Samen und Früchten gefährdeter Pflanzenarten im Fell und Magen-Darm-Trakt und anschließende Etablierung. Letzteres konnte im Falle von Schafbeweidung fragmentierter Flächen untersucht werden. Besonders eindrucksvoll ist die Enstehung sehr spezifischer, kulturhistorisch gewachsener Vegetationsmosaike z. B. im Schwarzwald, die ihre Existenz extensiver Beweidung verdanken. Ein neuer Ansatz ist, in fragmentierten Gebieten die schutzwürdigen Flächen durch Restitution (Restauration) wieder zu vergrößern, um gefährdeten Pflanzen- und Tierarten den Aufbau größerer Populationen zu ermöglichen. Auch hier spielt Beweidung eine zentrale Rolle für das Langzeit-Management.

Schließlich geht es auch um Fragen der Vereinbarkeit von Naturschutz und agrarökologischen sowie ökonomischen Aspekten. Dies kann am Beispiel von einem Schaf-Weidesystem in der nördlichen Oberrheinebene aufgezeigt werden.

Insgesamt ergibt sich ein differenziertes Bild der Beweidungseffekte, das stark abhängig ist vom jeweiligen Ökosystem-Typ.

Schahfherde am Oberrhein

Süß, K., Storm, C. Schwabe, A. (2011): Ried und Sand: Biotopverbund und Restitution durch extensive Landbewirtschaftung. Naturschutz und Biologische Vielfalt 110. 1-342. Bundesamt für Naturschutz. Bonn-Bad Godesberg. Bezug über BFN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag 48084 Münster Tel. 0 25 01/ 8 01 24 82

Weiterführendes Link


Freitag, 20.1., 19 bis 21 Uhr 30, Ratssaal (Bachenstraße 42) in Ihringen

Prof. Dr. Andreas Lechner

Das Wasenweiler Ried am Fuße des Kaiserstuhls - ein Archiv der Landschaftsgeschichte von überregionaler Bedeutung

 

Peter Lutz, Landesnaturschutzverband

Das Wasenweiler Ried und seine Bedeutung für den Naturschutz

Das Wasenweiler Ried zwischen Wasenweiler und Gottenheim ist das letzte noch intakte, größere Niedermoor der Oberrheinebene. Das über 100 ha große, von einem Grabensystem durchzogene Gebiet mit nassen Seggenwiesen und strukturreichem Feuchtwald ist ein außergewöhnlicher Lebensraum mit zahlreichen Feuchtgebietsarten, die sonst nirgendwo im Breisgau zu finden sind.
Die Planungen zum Weiterbau der B 31 von Gottenheim nach Breisach gefährden allerdings das Wasenweiler Rieds sehr, da die Straße mitten durch das Zentrum geführt werden soll.
Peter Lutz stellt in seinem Vortrag im Naturzentrum Kaiserstuhl des Schwarzwaldvereins in Ihringen die Flora und Fauna des Rieds vor und berichtet über die bisherigen Schutzbemühungen des Landesnaturschutzverbandes, Arbeitskreis Freiburg.

Mittwoch, 1.2., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Volkmar Wirth

Indikator Flechte - Naturschutz aus der Flechtenperspektive

Cladonia rangiferina

Flechten haben eine andere Konstitution und Lebensweise als Blütenpflanzen und ermöglichen daher oft eine erweiterte Beurteilung der ökologischen Gegebenheiten. Ein Natur- und Biotopschutz, der anstrebt, die in unserer Umwelt vorhandene Vielfalt an Arten und Standortqualitäten möglichst umfassend zu repräsentieren, sollte Flechten nicht außer Acht lassen. Der Vortrag zeigt, dass auch ohne spezielle Artenkenntnis wichtige Flechtenhabitate erkannt und gesichert werden können. Darüber hinaus vermitteln die Bilder einen Eindruck von der Attraktivität vieler Arten.


Mittwoch, 15.2., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Werner Konold

Die Zukunft südwestdeutscher Kulturlandschaften zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Seminar "Vegetationsstudien in Südamerika"

Ökologie und Dynamik von Wäldern in Südamerika

Mittwoch, 25.1.2012, 14 – 18 h, Universität Freiburg, Herderbau, Tennenbacher Str. 4, R 400 (4. Stock)

Halbtägiges Seminar, in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg und dem Badischer Landesverein

14 h 15 – 15 h:

Dr. Rainer Zimmermann, Universität Hohenheim

Ökologie extrem saisonaler Trockenwälder in Peru

15 h – 15 h 30

Osvaldo Vidal

Landschaft und Vegetation im Nationalpark „Torres del Paine“ (Chile) und ihre Gefährdung

15 h 30 – 16 h

Juan Carlos Montero

Standorte und Vegetation der Auen des Rio Negro, eines Schwarzwasserflusses in Brasilien

16 h – 16 h 30
Kaffeepause

16 h 30 – 17 h

Jan Bannister

Möglichkeiten der Restoration von Pilgerodendron uviferum-Wäldern auf der Insel Chiloe, Chile

17 h – 17 h 30:

Rodrigo Vargas

Gefährdung der endemischen „Myrtisilva“-Wälder durch invasive Pflanzenarten auf der Robinson Crusoe-Insel, Chile

17 h 30 – 18 h:

Cristabel Duran

Regeneration durch Lückendynamik in Nebelwäldern der Sierra de Lema, Venezuela

 
Sonntag, 15. Mai 2011

Der Hartmannsweilerkopf - eine militärhistorisch-geobotanische Erkundung (Elsass/Vogesen).

  Gemeinschaftsexkursion mit dem Alemannischen Institut und der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg.
Der Hartmannsweilerkopf – von den Soldaten Menschenfresser bzw. mangeur d’hommes bezeichnet - war im Ersten Weltkrieg wegen seiner strategisch günstigen Lage zwischen Deutschen und Franzosen erbittert umkämpft. Ein im Aufbau befindliches Museum, ein Soldatenfriedhof sowie zahllose Kriegsrelikte wie Schützengräben und Unterstände zeugen von dieser blutigen Auseinandersetzung, die einen in der oberen Region vollständig entwaldeten Berg hinterließ. Die heutigen Wälder sind das Ergebnis einer über 80jährigen ungestörten Waldsukzession. Es zeigt sich, dass auch nach 80 Jahren ungestörter Entwicklung immer noch Pionierwälder vorherrschen (Salweide, Esche, Ahorn, Vogel-, Mehlbeere, Hasel), die Buche und Tanne noch nicht einwandern konnten.
Leitung: Karlheinz Deisenroth und Dr. Regina Ostermann.
Ausrüstung: Rucksackverpflegung, Trittsicherheit, Nässeschutz, Wanderstock und Taschenlampe

Kosten : Mitglieder BLNN: 5 €, Nichtmitglieder 10 €

Treffpunkt/ Zeitraum: 9.00 h P&R-Parkplatz Padua-Allee, dort Bildung von Fahrgemeinschaften, 2. Treffpunkt: 09.45 h im Abri mémorial, Uffholtz. Ca 5 h Wanderzeit, Getränkeversorgung bei der Rast möglich. Rückkehr gegen 19.00h

Info und Anmeldung bei R. Ostermann, regina.ostermann(a)blnn.de,
Tel. O7824-661381
 

2. - 5. Juni 2011

Exkursion in den südwestlichen Schweizer Jura.

  Wälder der Montanstufe auf Kalk: Tannen-Buchenwälder, Kiefernwälder, Schluchtwälder im Schweizer Jura. Übernachtung im südlichen Schweizer Jura in einer einfachen Hütte am Lac de Joux, am Fuß des Mt. Risoux nahe der französischen Grenze. Details der Exkursion (zusammen mit Forst-Studierenden):
Do 2.6. Anreise von FR zur Areuse-Schlucht (bei schlechtem Wetter) oder zum Creux du Van (bei gutem Wetter), Rundwanderung 10.00 - 15.00h, danach Fahrt über Couvet (Plenterwald 1-2 h) zum Quartier.

Fr 3.6. Einführung in die Landschaft und ihre Nutzung am Lac de Joux.
Sa 4.6. Fauna und Flora, Natur-und Landschaftsschutz (Moore, Grünland, Wälder; Auerwild-Lebensraum).

So 5.6. Fahrt über die Grenze nach Frankreich zum Mont d'Or, Panorama-Abschlusstour (Wald- Weide, Tourismus, Naturschutz) mit Abschluss-Einkehr in einer Almwirtschaft. Ca. 14:00h Rückfahrt.

Leitung: Dr. Gerrit Müller, Bernd Künemund, Dr. Roland Keller (Lausanne).
Treffpunkt 2.6., 7 h, zur Abfahrt Straßenbahn-Endhaltestelle (P+R-Parkplatz) Haid (= Munzinger Strasse). Fahrt mit Fahrgemeinschaften.

Info und Anmeldung bei Albert Reif, albert.reif(a)waldbau.uni-freiburg.de.
Tel. O761-203-3683 (tagsüber) oder O7664-6679 (abends).
Separate Anmeldung im Waldbau-Institut und Anzahlung von 40 € bis zum 10.5. erforderlich (3 Übernachtungen).
 

Sonntag, 19. Juni 2011

Auf eiszeitlichen Spuren beim Lac des Truites und Lac Vert, Vogesen/Elsass.

  Gemeinschaftsexkursion mit der Société d’Histoire Naturelle de Colmar und dem Alemannischen Institut Freiburg.
Der nord-süd-orientierte Vogesenhauptkamm bildet die erste Barriere für atlantische Winde. Während der Eiszeiten spielte er für die Vereisung eine bedeutende Rolle und zog die Bildung kleiner Gletscher nach sich. Trotz der 10.000 Jahre, die seit dem Ende der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit, vergangen sind, erhielt sich die Morphologie. Beispielhaft erkunden wir am Lac des Truites und am Lac Vert typische Spuren glazialer Morphologie: Kare, Rundhöcker, Gletscherschliffe, Moore ... Ggf. Aufstieg zur Crête, Gesamtblick auf die eiszeitlichen Spuren.
Rundweg auf leichtem Pfad, aber in Hochlage.

Leitung : Martial Boutantin/ SNHC.
Ausrüstung : Rucksackverpflegung. Regen- und Sonnenschutz, gutes Schuhwerk.
Treffpunkt: 1. Treffpunkt: 7.45 h P&R-Parkplatz Padua-Allee zur Bildung von Fahrgemeinschaften; Zwischenstopp 8.30 h Ingersheim vor dem Rathaus; 2. Treffpunkt um 9.30 h auf dem Col du Wettstein.

Info und Anmeldung , bei R. Ostermann, regina.ostermann@blnn.de, O7824-661381
 

Mittwoch, 22.6. bis
Samstag, 25.6.

Exkursion in die Voralpen und Alpen der Schweiz.

  Details der Exkursion (zusammen mit Forst-Studierenden):
23.6.: Schluchten, Felsen 1640-1760 m NN u.a. mit Rhamnus pumila, Primula auricula; Grünerlengebüsch und subalpine Rasen am Grat. Weg von Curtillet nach Vanil de l’Ecri, in 2000 bis 2300 m NN alpine Kalkrasen und Felsvegetation; Abstieg zum Karsee. Bei Bounavalette Blockhalden und Schluchtwald.
24.6.: Bounavaux, Weg nach Tsermon: 1640 – 1700 m südwestliche Hänge mit Narcissus poeticus/radiiflorus, Lawinenbahnen mit Serratula tinctoria ssp. macrocephala. Schäferei und Schafbeweidung. 1900-1940 m - alpine Rasen mit Edelweiss und Oxytropis campestris. Borstgrasrasen.
25.6.: Vormittags Programm unterwegs, mittags Rückreise.
Leitung: Dr. Roland Keller und Prof. Dr. Albert Reif
Ausrüstung : Rucksackverpflegung (jeweils Mittags). Regen- und Sonnenschutz, gutes Schuhwerk

Treffpunkt: Abfahrt am 22..6. um 13 h, Herderbau, Tennenbacher Str. 4, Freiburg.

Info und Anmeldung bei Albert Reif, albert.reif(a)waldbau.uni-freiburg.de.
O761-203-3683 (tagsüber) oder O7664-6679 (abends). Separate Anmeldung im Waldbau-Institut und Anzahlung von 30 € (ÜF, Fahrt) bis zum 10.5. erforderlich (3 Übernachtungen á 19 SF). Übernachtung in der relativ einfachen Hütte Bounavaux, zu der man vom Parkplatz aus etwa 1 h hoch laufen muss (und die Verpflegung mitnehmen muss !!!)!

Info unter http://www.cas-gruyere.ch/cabanes/bounavaux.htm
 

01.07. sowie
02.07.2011

Der Rhein-Marne-Kanal von Straßburg zum Stockweiher - Reihe "L'Alsace Inconnue".

 

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Alemannischen Institut Freiburg
und Waldhof e.V.
Einführungsvortrag am Freitag, Busexkursion am Samstag mit Wanderung
(ca. 4 km).

Der Rhein-Marne-Kanal, einer der landschaftlich schönsten und technisch interessantesten, der bei Zabern/Saverne die Vogesen überwindet, wurde zwischen 1838 und 1853 als Verbindung zwischen dem Rhein bei Straßburg und Paris erbaut. Ziel der Erkundung ist der östliche Abschnitt bis Réchicourt. Bei Arzviller geht es merklich bergan. Ein Schiffshebewerk ersetzt hier 17 Schleusen. In einem Trog überwinden die Flussfahrzeuge einen Höhenunterschied von 44,55 m. Danach verschwindet der Kanal im Tunnel von Niderviller. Auf der Lothringer Hochebene liegen die halbkünstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird. Auf der Exkursion wandern wir 4 km entlang der Ancienne Echelle d’Ecluses durch das Teigelbach-Tal mit den 17 alten Schleusen, die seit dem Bau des Plan Incliné 1964 bis 1969 nicht mehr genutzt werden.

Leitung: Renate Liessem-Breinlinger, Freiburg
Beginn Freitag: 18.00 h mit Vortrag in der Bibliothek des Alemannischen Instituts, Bertoldstr. 45 (Hinterhaus)
Treffpunkt + Beginn Samstag: 8.30 h Abfahrt mit Omnibus ab Konzerthaus Freiburg - Rückkehr ca. 19 Uhr, Wanderausrüstung + Rucksackverpflegung
Kosten: Teilnahme, Fahrt, Eintritt: 56,- €, kostenfreie Abmeldung bis 10. Juni

Info und Anmeldung : Alemannisches Institut Freiburg, info@alemannisches-institut.de, O761-15O6757O

Gewesen im WS 2010/2011: DIE ALPEN IM WANDEL

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 10/11 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg:
Vorträge jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I, Hauptstr.1 Freiburg (während der Zeit der Baustelle Habsburger Strasse zu erreichen mit der Buslinie 28 ab Bertoldsbrunnen, Theater, Fahnenbergplatz oder Siegesdenkmal bis Hauptstraße / Botanischer Garten).


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Mittwoch, 27.10.2010
Prof. Dr. Thomas Kenkmann, Freiburg:

Die Entstehung der Alpen

 Mittwoch, 10.11.2010

„Der gefesselte Strom“
Filmdokumentation über den Alpenrhein, mit Computer-Animationen der Urgeschichte, seltenem Archivmaterial, Experteninterviews zum heutigen Zustand des Rheins und einem visionären Blick in die Zukunft. Herausgeber ist die „Internationale Regierungskommission
Alpenrhein“.

Mittwoch, 24.11.2010
Dr. Benno Furrer, Zug/CH:

Baukultur in den Schweizer Alpen - zwischen Tradition und Moderne

In der unterschiedlichen Topographie der Schweizer Alpen entstand im Laufe der Zeit ein ebenso abwechslungsreiches wie vielgestaltiges Gefüge von bäuerlichen Bewirtschaftungssystemen. Im alpinen Mehrstufenbetrieben zwischen Tal, Maiensäss und Alp sind die Wohn- und Ökonomiebauten in ihrer Formenvielfalt Ausdruck für ein bäuerliches Wirtschaften, das Risiken und Nutzung gut abzuwägen verstand. Gegenüber Einflüssen aus Solddienst und Fernhandel blieb die Baukultur lange Zeit erstaunlich resistent. Nach Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich einzelne Talschaften dank Strassen- und Bahnbau sowie Kraftwerkanlagen tiefgreifend verändert. Heute liefern international renommierte Architekten Beispiele, wie zeitgemäße ländliche Bauten entstehen können, ohne die kulturelle Vielgestaltigkeit zu negieren.

Mittwoch, 01.12.2010
Prof. Dr. Martin Funk, ETH Zürich:

Die Gletscher der Alpen und ihre Veränderungen

Mittwoch, 15.12.2010
Prof. Dr. Christian Körner, Universität Basel:

Die Baumgrenze der Alpen: Phänomene, Ursachen, Dynamik

Seit über hundert Jahren heftig diskutiert, blieb die Ursache des weltweiten Phänomens Waldgrenze gefangen in regionalen Interpretationsversuchen. Ein globals Phänomen ruft aber nach einer globalen Antwort. Heute können wir die geben. Der Vortrag wird aufzeigen, dass es eine globale Isotherme gibt auf der alle natürlichen Waldgrenzen der Erde mit erstaunlich geringen regionalen Abweichungen liegen. Warum die Härte des Bergklimas gerade Bäume trifft und nicht alle Pflanzenarten hat weder mit einem evolutiven Rückstand der Bäume oder Unzulänglichkeiten im Stoffwechsel zu tun, sondern lässt sich durch physikalische Faktoren erklären. Die Hörer werden nach dem Vortrag verstehen, warum zwischen einem Baum an der Waldgrenze, dem Gletscherhahnenfuss, und dem Winterraps auf den Feldern kein grundsätzlicher Unterschied in der physiologischen Bewältigung von Kälte besteht. Die Waldgrenze der Alpen fügt sich perfekt in das globale Muster ein. Mit steigender Temperatur wird sie ansteigen. Schon heute zeigen Bäume an der alpinen Waldgrenze exzeptionelle Zuwächse.

Literatur: Körner, Ch. (2003): Alpine Plant Life (Springer, Berlin)

Mittwoch, 19.01.2011
Dr. Michael Nobis, WSL Birmensdorf:

Flora und Vegetation der Schweiz (er Alpen) und ihre Veränderungstendenzen
in jüngerer Zeit

Die Schweiz beherbergt auf kleinem Raum eine außerordentlich artenreiche Farn- und Blütenpflanzenflora. Neben vielfältigen Natur- und Lebensräumen sind es gerade einschneidende Ereignisse in der Florengeschichte des Landes, die zu diesem Reichtum beigetragen haben und bis heute in der Vegetation sichtbar sind. Ausführlich geht der Vortrag dann auf Chancen und Risiken aktueller Floren- und Vegetationsveränderungen ein, die durch Landnutzungs- und Klimawandel ausgelöst werden.

Mittwoch, 02.02.2011
Dr. Wolfgang Langer, Freiburg:

Eine endemische Pflanzenreise durch
die Alpen von Nizza bis Wien

Die Alpen sind das mächtigste und größte Gebirge Europas. Sie erstrecken sich von den Ligurischen Alpen im Westen bis zum Wiener Schneeberg im Osten über eine Länge von mehr als 1.000 km und über eine mittlere Breite von etwa 200 km. Mit 4.807 m ist der Montblanc die höchste Erhebung. Die übrigen
großen europäischen Gebirge wie die Pyrenäen, der Apennin und die Karpaten sind kleiner und niedriger. Von allen europäischen Gebirgen sind die Alpen am besten erschlossen und haben eine Fülle großartiger und unterschiedlicher Gebirgslandschaften ausgebildet. In ihnen finden wir mit über 5.000 Pflanzenarten eine vielfältige, aber auch recht eigenständige Pflanzenwelt. Etwa 450 Arten wachsen nur in den Alpen, sie werden Alpenendemiten genannt. Einige von ihnen sind sehr selten und haben nur punktuelle Vorkommen.
Auf unserer Reise zu den endemischen Pflanzen der Alpen von Nizza bis zum Wiener Schneeberg möchte ich ihnen ausgewählte Alpenendemiten in ihrer großartigen Landschaft zeigen.

Mittwoch, 16.02.2011
Prof. Dr. Klaus C. Ewald/CH:

Die ausgewechselte Landschaft.
Über den Umgang der Schweiz mit ihrer Kulturlandschaft

Der Vortrag dokumentiert mit vielen Bildern die Entwicklung der Schweizer Landschaft seit dem vorletzten Jahrhundert. In unserem mitteleuropäischen Raum entstand die traditionelle Kulturlandschaft durch menschliche Nutzung, wobei das Schöne und Wirtschaftliche nicht im Widerspruch zu einander standen, sondern sich gegenseitig ergänzten. Jedes Landschaftselement, jeder Flurname erzählte eine eigene Geschichte, die der Mensch lesen und abrufen konnte. Die Landschaft hat dadurch ein Gedächtnis erhalten. Doch das Langzeitgedächtnis der Landschaft droht zu erlöschen. Mittlerweile sind fast alle Kulturgrenzen in der Landschaft bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Die meisten Landschaftselemente wurden ersatzlos beseitigt. Nachdem man im letzten halben Jahrhundert die Landschaft mehr oder weniger nur als ökonomisches Potential betrachtet hat, wird die Abwesenheit einer "geistigen Dimension" spürbar.

 

 

Ganztägiges Seminar
WALDNUTZUNG UND WALDNATURSCHUTZ


Druckversion

veranstaltet von der Akademie für Ländlichen Raum (ALR) in Kooperation mit der Universität Freiburg (ALU), dem BLNN und dem Naturmuseum Freiburg:

Mittwoch, 26.01.2011, ganztägiges Seminar, 9-17.00h:
Örtlichkeit verlegt
, nun:  Hörsaal im Institut für Pharmazie, Albertstr. 25 (= Otto-Krayer-Haus)
Hörsaal in Hermann-Herder-Str. 5

Perspektiven der Waldnutzung und des Waldnaturschutzes
Themenfelder: Verhältnis von Nutzung und Schutz der Wälder, FFH-Gebiete, Auerwild und Waldbewirtschaftung.

Unkostenbeitrag: 12 €

 

 

Weitere Vorträge und Exkursion

in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg, Vorträge jeweils in der Bibliothek des Alemannischen Instituts, Bertholdstraße 45, Rückgebäude:

Donnerstag, 04.11.2010, Vortrag, 18.00 Uhr c.t. bis 19.30 Uhr
Gerhard Bartl, Regierungspräsidium Freiburg:

Fisch und Fischerei im Rhein.
Historie und Gegenwart.
Eintritt frei

 

Samstag-Sonntag, 23.-24.10.2010, Einführungsvortrag und Exkursion

„Für das Heil von Körper und Seele“
Christliches Totengedenken und mittelalterliche Gartenanlagen - zwei Ausstellungen in St. Gallen

Samstag, 18.15 h:

Einführung in die Thematik beider Ausstellungen
durch Prof. Dr. D. Geuenich. Sonntag, Abfahrt 8 h Konzerthaus
Freiburg, Rückkehr gegen 19 Uhr:
Exkursion nach St. Gallen,
geführt von Prof. Dr. D. Geuenich (Freiburg) in Zusammenarbeit mit
Dr. P. Erhart und Prof. Dr. E. Tremp (St. Gallen).

Kosten: 40 €, für Studierende ermäßigt 30 €. Verbindliche Anmeldung bis 08.10.2010 in der Geschäftsstelle des Alemannischen Instituts.

 

Hinweise für Referenten

 
 

 

Kühl, M. Gessert, S. (2010): Entwicklungsbiologie (Reihe UTB basics) 271 S. E. Ulmer, Stuttgart.
ISBN 978-3-8252-3331-0
 
Entwicklung von Indikationssystemen am Beispiel der Elbaue
Naturschutz und Landschaftsplanung

Stuttgart. Flussauen zählen zu den komplexesten und artenreichsten Ökosystemen Europas. Massive Eingriffe des Menschen in diesen Lebensraum können die Auen stark verändern und für manche Tier- und Pflanzenarten unbewohnbar machen. Das neu erschienene Fachbuch „Entwicklung von Indikationssystemen am Beispiel der Elbaue“ (Verlag Eugen Ulmer) stellt ein Indikationssystem vor, das es ermöglicht, Veränderungen durch Eingriffe in die Landschaft sicher abzuschätzen.
Das Buch gibt dem Leser einen Überblick über Indikationssysteme in Gewässern, stellt ausführlich die methodischen Grundlagen zur Ableitung von Indikationssystemen vor und geht am Beispiel des Verbundprojektes RIVA der Entwicklung von Indikationssystemen in Auen nach. Die einzelnen Kapitel spannen einen Bogen von der methodischen Herangehensweise über die Erfassung der abiotischen Rahmenbedingen und Leitparameter, zu den untersuchten biotischen Kompartimenten, bis hin zur Synthese der einzelnen Ergebnisse mittels statistischer Auswertungsmethoden und Überführung der Ergebnisse in ein Indikationssystem und in Prognosemodelle.

175 s/w Abbildungen, 60 Tabellen
Gebunden mit CD.
49,90 €

Scholz, M., Henle, K., Dziock, F. Stab, S., Foeckler, F. (2009): Entwicklung von Indikationssystemen am Beispiel der Elbaue. 482 S., E. Ulmer, Stuttgart.
ISBN 978-3-8001-4427-3
 
Mikrobiologie
Komprimiertes Wissen

Stuttgart. Mikrobiologie ist die mit Abstand umfassendste biologische Disziplin. Mikrobiologen definieren ihre Arbeit daher weniger nach organismischen Gruppen, sondern verfolgen eher funktionelle Sichtweisen. Das neue einführende Lehrbuch „Mikrobiologie“ (Verlag Eugen Ulmer) favorisiert die integrierende Sicht auf die Biologie der Mikroorganismen. Es verschafft Studenten einen umfassenden Überblick über diesen Teil der Biologie.
Das Buch konzentriert sich auf Bakterien und Archäen (beides Prokaryoten) und Pilze (aus der Domäne der Eukarya). Die Organismusgruppen werden phylogenetisch, nach ihrer aus Sequenzdaten und fossilen Befunden abgeleiteten Entstehungszeit sortiert und vorgestellt und damit ein Verständnis für die Entwicklung der Organismen aufgebaut. Das Buch beinhaltet Kapitel über „Präbiotische Evolution“, prokaryontische Zellen, die Domäne Bacteria, Bakteriophagen, Archaea, Eumycota und Pilz ähnliche Organismen. Im Gegensatz zu anderen Lehrbüchern der Mikrobiologie werden Pilze vom Umfang her fast gleichberechtigt mit den prokaryontischen Lebewesen behandelt, um auch mikrobiologische Ansätze der Biotechnik zu präsentieren. Merksätze, Definitionen und Boxen erleichtern das Lernen. Prüfungsfragen am Ende jedes Kapitels fördern das Verständnis.

131 Abbildungen
19,90 €

Wöstemeyer, J. (2009): Mikrobiologie. 208 S., E. Ulmer, Stuttgart.
ISBN 978-3-8252-3284-9
 
 

Gewesen Winterhalbjahr 2009 / 2010:

Natur in unserer Kulturlandschaft

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im  WS 09/10 in Kooperation mit den Adelhausermuseen Freiburg, Abt. Naturkunde  und der Universität Freiburg

Die Vorträge finden im Hörsaal des Instituts für Biologie I (Zoologie) Hauptstraße 1, Freiburg, statt,
(zur erreichen mit der Linie 2 bis Hauptstraße / Botanischer Garten)
Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.
Eintritt frei
 

Mittwoch, 28.10.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Alte Steinbrüche und ihre Bedeutung für Flora und Fauna – Ergebnisse einer Studie in bayerischen Steinbrüchen und Übertragbarkeit auf die Regio anhand von Beispielen
Dipl.-Ing. Sabine Gilcher, Gaede & Gilcher Partnerschaft, Freiburg

Mittwoch, 11.11.2009, 13-18 Uhr Ökostation Freiburg, Falkenberger Straße 21B, Freiburg

Zustand und Zukunft der Landwirtschaft und des Grünlandes im Schwarzwald
verschiedene Referenten (siehe separates Programm)

Mittwoch, 18.11.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Erfolgreiche Naturschutzprojekte mit PLENUM im Kaiserstuhl
Matthias Hollerbach, „PLENUM Kaiserstuhl“, Landratsamt Freiburg

Am Kaiserstuhl wird mit dem Förderprogramm PLENUM eine naturschutzorientierte Regionalentwicklung verfolgt. Matthias Hollerbach, Projektmanager der Geschäftsstelle PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl, wird am Mittwoch, den 18.11.2009 in einem Vortrag die Naturschutzansätze von PLENUM anhand einiger Beispiele vorstellen. Im ersten Teil stehen erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Winzern und dem Naturzentrum Kaiserstuhl im Mittelpunkt, die zur Instandsetzung und Pflege wertvoller Biotope in der Weinbergsflur dienen. Im zweiten Teil geht es um aktuelle Entwicklungen und Projekte bezüglich einer naturschutzgerechten Pflege und Aufwertung von Rebböschungen. Anhand dieser Beispiele wird Matthias Hollerbach auch beleuchten, mit welchem Naturschutzverständnis PLENUM arbeitet und welche Rolle das PLENUM-Projektmanagement in der Region im Hinblick auf die Akzeptanz und die Realisierung von Naturschutzmaßnahmen spielt.
 

    

Mittwoch, 02.12.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Naturschutz und Tourismus: Unvereinbare Gegensätze? Beispiel Feldberg
Dr. Stefan Büchner, Naturschutzzentrum Feldberg
 

Der Feldberg im Schwarzwald. Die vielfältige Landschaft mit ihrer reichen Ausstattung unterschiedlichster Lebensräume und einer Vielzahl außerordentlich seltener Pflanzen und Tiere bildet die Grundlage für das größte und älteste Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Aber der höchste Schwarzwaldberg zieht auch - wie alle höchsten Punkte auf der Welt - die Menschen an: 1 bis 1,5 Millionen Besucher jährlich wollen sich im beliebten Ski- und Wandergebiet des knapp 1500 m hohen Feldbergs erholen. Die Situation ist symptomatisch: Nur allzu oft entsteht in unserem dicht besiedelten Land dieser Konflikt zwischen Tourismus und Naturschutz, weil beide die gleichen Grundlagen suchen: Naturnahe Gewässer, Felslandschaften, strukturreiche Wälder, Mittelgebirge, alpine Landschaften die Liste könnte lang fortgesetzt werden.

Und nicht genug damit, wird der Klimawandel wohl noch ganz neue Herausforderungen mit sich bringen. Auf der einen Seite die Veränderung der Schutzgüter durch das Aussterben (oder auch Hinzukommen) von Arten und die unumkehrbare Veränderung schützenswerter Lebensräume, auf der anderen Seite die rührige Freizeitindustrie, die immer neue Sportarten erfindet, um z. B. Wintergäste auch in schneearmen Zeiten zu beschäftigen.
Dr. Stefan Büchner, Leiter des Naturschutzzentrums Südschwarzwald am Feldberg, gibt in seinem bildreichen und pointierten Vortrag am Beispiel des Feldbergs einen Überblick über die Konfliktlage und zeigt Wege zu einem konstruktiven Miteinander zwischen Naturschutz und Tourismus auf.

Mittwoch, 16.12.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Wiederherstellung von Auen großer Flüsse am Beispiel von Donau und Rhein
Prof. Dr. Emil Dister, Dr. Erika Schneider, Auen-Institut Rastatt

Mittwoch, 13.01.2010, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Die Wildkatze am Kaiserstuhl – wissenschaftliche Grundlagen für aktuelle Fragen
Stephanie Kraft und Ariane Lorenz, Forstliche Versuchsanstalt Freiburg

Mittwoch, 27.01.2010, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

„Rezepte gegen lila Kühe“ – über den touristischen Umgang mit Weidelandschaften. Beispiele aus dem Münstertal und dem Kaiserstuhl.
Dr. Thomas Coch, Gemeinde Münstertal

Mittwoch, 10.02.2010, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Die Zukunft des Waldes in Mitteleuropa
Prof. Dr. Ernst-Detlev Schulze, Max Planck-Institut für Biogeochemie, Jena

Samstag, 06. März 2010, nachmittags

Martial Boutantin, Société d’Histoire Naturelle de Colmar
Führung durch das Naturkundemuseum in Colmar

Treffpunkt zur Bildung von Fahrgemeinschaften: 12.30h, P&R-Parkplatz Padua-Allee; 2. Treffpunkt 14.00h Musée d'Histoire Naturelle et d'Ethnographie Musée de France, 11 rue Turenne, 68000 Colmar
 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung am 15. Mai 2009
von: Andreas Braun
Die Mitgliederzahl steigt
FREIBURG. Einen Anstieg der Mitgliederzahl konnte die Vorsitzende des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN), Regina Ostermann, bei der Jahresversammlung vermelden. "22 Neue in einem Jahr – viele davon noch relativ jung, das ist schon beachtlich", freute sich die Forstwissenschaftlerin.
Die positive Entwicklung zeige, dass Naturschutzthemen nach wie vor aktuell seien, was auch das Interesse am Mooswaldbuch des Vereins belege, sagte Regina Ostermann. Allerdings seien die Exkursionen neuerdings nicht mehr so stark besucht wie früher, wofür vielleicht ein Überangebot an naturkundlichen Veranstaltungen in Freiburg verantwortlich sein könnte. "Vielleicht sollten unsere Ausflüge zukünftig eher einen halben Tag anstelle eines ganzen gehen", meinte der zweite Vorsitzende Albert Reif. Neuigkeiten gab es auch in Sachen Bibliothek, deren Verortung aufgrund der Veränderungen in der Freiburger Museumslandschaft in den vergangenen Jahren mehrfach unklar war: Sie bleibt im Naturkundemuseum, wird demnächst aber innerhalb des Gebäudes umziehen. Laut Norbert Widemann vom Adelhausermuseum müsse der Buchbestand abgespeckt werden, weil es am neuen Standort weniger Platz gebe.
Die Vorsitzende des Vereins, Regina Ostermann, ehrte Helge Körner, der nach 23 Jahren nicht mehr als Schriftleiter kandidierte. | Foto: Andreas Braun
Anschließend stellten die Fachschaften des Vereins ihre Aktivitäten vor. Nadine Reinhard von der Arbeitsgruppe Naturschutz berichtete von einer anstehenden Untersuchung über den Weißen Waldportier (eine seltene Schmetterlingsart) im Kappler Großtal. Erfreulich gut laufe die Erfassung der Käferwelt am Kaiserstuhl: "Wir haben bereits eine Liste mit mehr als tausend Arten zusammen", erläuterte Frank Baum vom insektenkundlichen Arbeitskreis.

Bei den Vorstandswahlen gab es keine Überraschungen. Eine große Lücke hinterlässt jedoch Helge Körner, der nach 23 Jahren aus persönlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Schriftleiters der wissenschaftlichen Vereinszeitschrift kandidierte. Körner, bekannt als Herausgeber des Mooswald- und Schönberg-Buchs, war bis 2005 Vorsitzender des Vereins. Für sein Engagement bedankte sich Vereinschefin Ostermann mit einem Buchpräsent. Zunächst wird Peter Rasch, zuständig für den Internetauftritt des Vereins, die Aufgabe kommissarisch wahrnehmen.

Wahlergebnisse: Vorsitzende Regina Ostermann, stellvertretender Vorsitzender Albert Reif, Rechner Wolfgang Müller, Schriftführer Barbara Hahn und Joachim Bammert (alle wie bisher); kommissarischer Schriftleiter: Peter Rasch.
Mitgliederzahl: 532.
Termine: Exkursionen zur Rastatter Rheinaue (16. Mai) und in den Schweizer Jura (11. bis 14. Juni), Mitwirkung beim Tag der Artenvielfalt (13. Juni).

 

Die Badische Zeitung berichtete am 23.09.08:


Das neue Mooswald-Buch präsentierten (von links) Herausgeber Helge Körner, die Vorsitzende des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) Regina Ostermann und der Verleger Ernst Lavori. (FOTO: BRAUN)
 
Siedlungen im Sumpfwald
Im Lavori-Verlag ist ein neues Buch über die Mooswälder in und um Freiburg erschienen

Von unserem Mitarbeiter Andreas Braun
MOOSWALD. "Die Mooswälder — Natur- und Kulturgeschichte der Breisgauer Bucht" ist der Titel eines neuen Buches, das die Initiatoren im Fritz-Hüttinger-Haus vorstellten. Insgesamt haben 36 Autoren an dieser 680 Seiten umfassenden Gebietsbeschreibung mitgearbeitet. Fachleuchte sprechen bereits von einem Standardwerk, das nicht nur die geschichtliche Entwicklung einer einzigartigen Landschaft wiedergibt, sondern zugleich auch zum Schutz der heutigen Mooswälder beitragen soll.
 
"Mit dem Begriff ,Mooswälder' sind diesmal ausnahmsweise nicht unsere Stadtteil-Bewohner, sondern die gleichnamigen Wälder gemeint" , erläuterte Bürgervereinsvorsitzender und Stadtrat Horst Bergamelli den rund 150 Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung. Dennoch habe die Doppeldeutigkeit durchaus etwas für sich: "Die Entwicklung der Mooswälder wurde nämlich stark von den Menschen geprägt, die sich in diesem Gebiet niedergelassen haben" , betonte Helge Körner, der das stattliche Werk nach jahrelanger Kleinarbeit ehrenamtlich im Auftrag des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) herausgegeben hat. Während früher beispielsweise die Schaffung neuer Siedlungsräume und die Gewinnung von Brennholz im Vordergrund gestanden hätten, käme dem Mooswald heutzutage eine neue Bedeutung als Naherholungsgebiet zu, in dem zugleich viele seltene Tiere und Pflanzen zu Hause seien.

"Das neue Buch ist daher nicht nur eine Natur-, sondern zugleich auch eine Kulturgeschichte des einst von sumpfigen Wäldern geprägten Naturraums zwischen Teningen und Mengen" , so Körner. Beiträge aus den Themenfeldern Geologie und Naturschutz hätten darin ebenso ihren Platz gefunden wie Artikel über archäologische Funde und die Herkunft von Orts- und Flurnamen in diesem Gebiet. Insgesamt liege der Schwerpunkt des neuen Buches aber im naturkundlichen Bereich, wobei auch aktuelle Fragestellungen — etwa über das verstärkte Auftreten von Wildschweinen und den zunehmenden Flächenverlust im Freiburger Mooswald — angesprochen würden.

"Das Buch entspricht in ganz besonderer Weise unseren beiden Vereinszielen, nämlich zum Schutz der Natur beizutragen und zugleich auch die Liebe zu ihr zu fördern" , meinte die BLNN-Vorsitzende Regina Ostermann. Deshalb sei es auch als Teil der wissenschaftlichen Mitteilungsreihe des Badischen Landesvereins erschienen und für dessen Mitglieder somit kostenlos erhältlich. Gemeinsam mit dem Bürgerverein und Verleger Ernst Lavori — selbst ein Mooswälder und im Bürgervereinsvorstand aktiv — hoffe man nun, dass sich das Buch rasch zu einem Standardwerk entwickeln werde. "Als solches könnte es bei anstehenden Entscheidungen Berücksichtigung finden und dadurch zum Schutz der Mooswälder vor weiteren drohenden Eingriffen, beispielsweise dem Ausbau der Auto- und Rheintalbahn, beitragen" , so Ostermann. Das Buch "Die Mooswälder — Natur- und Kulturgeschichte der Breisgauer Bucht" (680 Seiten, 29,80 Euro) aus dem Lavori-Verlag ist im Buchhandel erhältlich.

 

 
Inhalte des Grünlandseminar vom 11.11.2009
 

Die Rheinaue

Mittwoch, 22.10.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Die Rheinaue - Vom Wildstrom über die TULLA´sche Rheinkorrektur bis zum „Integrierten Rheinprogramm“
Dipl.-Ing. Othmar Huppmann, Regierungspräsidium Freiburg
 

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war der Oberrhein ein Wildstrom. Bei Hochwasser wurde er immer wieder zur Gefahr für Hab und Gut, Leib und Leben der Menschen. Wie viele Flüsse und Ströme wurde er deshalb „kultiviert“, es kam zur Rheinkorrektion. Die Landnutzung im Umfeld des Stromes war sicherer, aber gleichzeitig behielt der Strom einen Teil seiner Aue. Deiche trennten Beides. Mit dem Ausbau des südlichen Oberrheins zur Energiegewinnung in der Mitte des letzten Jahrhunderts wurden erneut 130 km² Auen und damit Überschwemmungsgebietsflächen vom Strom abgeschnitten. Der damit verbundene Verlust an natürlicher Hochwasserrückhaltung hat die Hochwassergefahr für die Unterlieger am Oberrhein drastisch erhöht, weshalb Frankreich und Deutschland die Wiederherstellung der Hochwassersicherheit vereinbart haben. Das Land Baden-Württemberg trägt dazu maßgeblich bei. Im Rahmen des hierzu entwickelten „Integrierten Rheinprogramms“ werden an 13 Standorten verschiedene Maßnahmen zur umweltverträglichen Hochwasserrückhaltung umgesetzt werden sowie Schritte zur Erhaltung und Regeneration der Auenlandschaft eingeleitet.

 
Regierungspräsidium Freiburg, Ausgebauter Rhein mit geplantem Rückhalteraum Wyhl/Weisweil

Peter Birmann (um 1800), Blick vom Isteiner Klotz Rhein-aufwärts gegen Basel, Kunstmuseum Basel
  Literatur:
Fachdienst Naturschutz (2000): Vom Wildstrom zur Trockenaue, Natur und Geschichte der Flußlandschaft am Oberrhein, Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
Hügin, Gerhard (1962): Wesen und Wandel der Landschaft am Oberrhein, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart
HSK – Hochwasserstudienkommission für den Rhein (1978): Schlussbericht
Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg (1996): Rahmenkonzept des Landes Baden-Württemberg zur Umsetzung des Integrierten Rheinprogrammes, Materialien zum Integrierten Rheinprogramm, Band 7
Tulla, Johann Gottfried (1825): Über die Rektifikation des Rheins, von seinem Austritt aus der Schweiz bis zu seinem Eintritt in das Großherzogthum Hessen, Abschrift

Internet:
http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1188090/index.html

 

 

Mittwoch, 29.10.2008, 18.00 Uhr c.t. bis 19 Uhr 30 Vortrag in Hartheim im Gemeindehaus der katholischen Kirche:

Entstehungsgeschichte, aktueller Zustand und Zukunftsperspektiven der Trockenaue am südlichen Oberrhein
Prof. Dr. Albert Reif, Universität Freiburg
 

Der Vortrag am 29.10.2009 in Hartheim erklärt die Entstehung der Lebensräume der sog. „Trockenaue“ am südlichen Oberrhein und seine Zukunftsperspektiven. Das Gebiet der „Trockenaue“ umfasst die ehemaligen Auebereiche des Rheins vor der TULLA'schen Rheinkorrektur, also westlich des Hochgestades bis hin zum sog. „Restrhein“. Das Gebiet endet im Norden bei Breisach, im Süden reicht es bis zur Kandermündung südlich Neuenburg.

Die Trockenaue entstand nach der Korrektion des Rheins durch TULLA im 19. Jahrhundert, als durch Sohlenerosion der Flusslauf sich eintiefte. Die Böden verloren den Anschluss ans Grundwasser. Heute finden sich auf den kiesigen Böden trockenwarme Eichen-Lindenwälder, Gebüsch- und Rasenstadien. In den 60er Jahren erfolgten auf der Grundlage staatlicher Zuschüsse weitere Aufforstungen mit Kiefern, die bislang nur defizitär bewirtschaftet werden konnten. Naturschutzfachlich ist die Trockenaue daher gekennzeichnet durch ein Nebeneinander relativ geringwertiger und extrem hochwertiger Lebensräume. Vor allem aus Sicht des Arten- und Biotopschutzes wird der hohe entomologische Wert der offenen Xerothermstandorte herausgestellt. Eine sehr umfassende Zusammenstellung des existenten Wissens findet sich in der Monographie „Vom Wildstrom zur Trockenaue. Natur und Geschichte der Flusslandschaft am südlichen Oberrhein“ (LANDESANSTALT FÜR UMWELTSCHUTZ 2000).

Literatur:
GÄRTNER, S., NILL, M., PRINZ, J., ESSMANN & A. REIF (2008a): Transparenz in der Landschaftsplanung - Partizipation und Verwendung eines Entscheidungsunterstützungssystems am Beispiel xerothermer Lebensräume der „Trockenaue“ am Südlichen Oberrhein – Naturschutz und Landschaftsplanung 48 (8): 229-238.
REIF A (1996): Die Vegetation der Trockenaue am Oberrhein zwischen Müllheim und Breisach. - Ber. Naturforsch. Ges. Freiburg. 84/85: 81-150.
REIF A (1997a): Zielkonflikte im Naturschutz - Kontroversen und ihre Ursachen am Beispiel der Diskussion um die oberrheinische Trockenaue bei Breisach. - Naturschutz und Landschaftsplanung 29: 101-107.


Abb. 4: Solitäre stehende Stieleiche (Quercus robur) und durch
Mulchen gepflegter Halbtrockenrasen. 11.3.2007.

 
Abb. 1: Im Saumbereich eines Gebüschstadiums hat sich die Dingelorchis (Limodorum abortivum) angesiedelt. 15.5.2007.


Abb. 2: Der Schweizer Alant (Inula helvetica) befindet sich in der Trockenaue an seiner nördlichen Arealgrenze. 2.8.2007.


Abb. 3: Kiefernbestand mit dichtem Unterwuchs aus Waldrebe (Clematis vitalba). Eine Verjüngung von Baumarten ist hier nicht mehr möglich. 9.7.2005.

 

Mittwoch, 05.11.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Frühere und heutige Vegetation der Wälder am Oberrhein
Dr. Richard Hauschild, N.N.

 

Mittwoch, 19.11.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Landschaftsgeschichte am südlichen Oberrhein
Dr. Helmut Volk, Freiburg


Der Beitrag behandelt tiefgreifende Veränderungen der Landschaft in der Rheinaue und im Rheintal zwischen Basel und Mannheim. Näher beleuchtet wird der Ausschnitt der Rheinaue zwischen Sasbach und Rhinau sowie der benachbarte Landschaftsausschnitt des Rheintales. Betrachtet wird ein Zeitraum von 220 Jahren, zwischen 1790 und heute. Die wichtigsten Erkenntnisse sind: Die Auewälder am Rhein werden neu geschaffen als Folge der Rheinkorrektion. Sie entstehen als schmales, langes Waldband am begradigten Rhein anstelle früherer Gewässer-, Kies- und Sandbankflächen. In der Rheinaue war der Auewald der Jahre 1880 bis 1900 noch weit von seiner heutigen reichhaltigen Struktur entfernt; er befand sich erst in den Anfängen des systematischen künstlichen Aufbaus.

Die Waldflächen im Rheintal nehmen extrem stark ab. Der drastische Verlust der Wälder als Landschaftsbestandteile und Nutzungselemente geschah in zweifacher Form: Einerseits durch großflächige Rodung von Wald und Baumbestand für landwirtschaftliche Zwecke; andererseits gingen große Anteile an baumbestandener Landschaft verloren, weil die Grundsätze zur Waldgestaltung revolutioniert wurden. In 220 Jahren verändern sich dabei die Nutzungsmaßstäbe für die Wälder vollständig. Licht geschlagene, ziemlich junge Wälder mit großen Anteilen an Freiflächen und häufigen Übergängen zu baumbestandenen Wiesen prägten das Rheintal um 1790 und noch 100 Jahre danach. Etwa ab 1880 begannen sich die heute üblichen Grundsätze der Wald- und Landschaftsgestaltung allmählich durchzusetzen. Als Wald galt nicht mehr der lichte, allen Formen der landwirtschaftlichen Nutzung offene Wald, sondern der dichte, voll mit Bäumen bestandene Wald, der keinen landwirtschaftlichen Zwecken mehr dienen sollte. Die Veränderungen der Wald-Feld-Strukturen und der Verlust ausgedehnter Waldgebiete mit 6 – 14 km² Größe wird an Beispielen erläutert.

Die Siedlungsfläche nimmt in 220 Jahren drastisch zu. Ihr Anteil an der Rheinebene ist heute größer als derjenige des Waldes. Insgesamt ändern sich auch dadurch Natur und Landschaft erheblich in qualitativer Hinsicht, wahrscheinlich mit Auswirkungen auf das Klima im Rheintal. Sowohl am Beginn als auch am Ende des untersuchten Zeitraums war die Landschaft des Rheintals und der Rheinaue intensiv als Kulturlandschaft genutzt. Die Menschen ließen zu keiner Zeit Raum für gänzlich ungenutzte Wildnis, für Naturlandschaften heutiger Definition. Aus den Ergebnissen werden einige Folgerungen für die Bewertung des Naturerbes Landschaft am Südlichen Oberrhein abgeleitet.
 

    
Kartenvergleiche

 

Mittwoch, 03.12.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Vogelwelt in der Rheinniederung
Dr. Frank Hohlfeld


Die badischen Rheinauenwälder bilden den Lebensraum einer vielfältigen Avifauna. Die Region ist sowohl durch das Wirken des Menschen, als auch durch natürliche Entwicklungen ständig in Veränderungen begriffen. Die verschiedenen Vogelarten reagieren empfindlich, wenn sich für sie essentielle Habitatstrukturen verändern. Daher ist auch die Vogelwelt der Rheinauen ständig im Wandel begriffen. Manche Vogelarten nehmen in ihren Beständen ab, andere zu und wieder andere verschwinden völlig aus dem Gebiet oder erobern es neu für sich.
Langjährige Untersuchungen in den Bannwäldern der Rheinaue und eine 2003 auf deutscher und französischer Seite durchgeführte Studie zeigen teilweise überraschende Ergebnisse. Es gibt in den Auen momentan Vogelarten die nur auf einer Seite des Rheines vorkommen. Ältere Hybridpappelbestände bieten einen unerwartet vielfältigen und nahrungsreichen Lebensraum für die Vogelwelt. In den besonders geschützten Bannwäldern waren höhlenbrütende Vogelarten und auch Eisvögel häufiger anzutreffen als im Wirtschaftswald. Kirschen, Birken und Linden können für Höhlenbrüter attraktiver sein als alte Eichen. Es gibt eine an Efeu gebundene Vogelart in den Rheinauen. Die Bestände von Bläßrallen und Teichhuhn nehmen ab, die der Haubentaucher und Schwäne zu. Die Effekte des Orkans Lothar führten regional zu einer Zunahme verschiedener Höhlenbrüter. Rotkehlchen und Baumläufer kommen mit den Folgen eines Hochwassers im Frühling schlechter zurecht als Amsel und Singdrossel.
Die Vogelwelt der Rheinauen bildet ein empfindliches Meßinstrument an dem sich Umweltveränderungen gut ablesen lassen. Ihre Beobachtung erweitert unser Verständnis um die komplexen ökologischen Zusammenhänge in der von Wasser und Wald geprägten Landschaft.

 

Mittwoch, 10.12.2008, 20 Uhr c.t., Vortrag im Sitzungssaal des Rathauses, Rathausplatz 6, St. Märgen

Zukunftsperspektiven der Grünlandwirtschaft im Schwarzwald
Dr. Hanspeter Hoernstein, Amt für Landwirtschaft Emmendingen; Siegfried Jäckle, Forum pro Schwarzwaldbauern, St. Georgen

Dr. Hoernstein:
"Ausgehend von den klimatischen und standörtlichen Verhältnissen im Schwarzwald werde ich anhand der statistischen Daten einiger Gemeinden die Landwirtschaft und ihre Entwicklung in den letzten erläutern. Dabei muss insbesondere auf den ständigen Rückgang der Betriebe, (1979 in BaWü 1130606 ldw. Betriebe und 2007 noch 52843!) der Tierhaltung und der Flächennutzung eingegangen werden. Es gibt politische, betriebswirtschaftliche und soziale Gründe für diesen Vorgang.

Nach dieser Darstellung der Situation werde ich versuchen, die weitere Entwicklung aus meiner Sicht anzusprechen und Lösungsansätze zu zeigen. Diese können in staatlicher Politik oder in kommunalen Beiträgen, in der genauen Analyse des eigenen Betriebes, der Suche nach innerbetrieblichen Verbesserungen oder zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten liegen, aber auch im Verhalten der Gesellschaft.

Gerade diese letzten Punkte, so hoffe ich, wird Herr Jäkle aufgreifen und aus seiner Sicht -der Sicht des erfahrenen Praktikers- die Situation und mögliche Lösungen schildern. "

 

Mittwoch, 17.12.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Juwelen unter Wasser – Quellgewässer der Rheinaue (mit Unterwasserfotos und Filmen)
Dr. Klaus Rudolph, AG Limnologie – Quellschutz, Freiburg

 
Kristallklare Quellseen (Gießen) sind charakteristisch für die Rheinaue in Südbaden und im Elsass. Sie sind Lebensraum für eine mannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt.
Mit einzigartigen Foto- und Filmaufnahmen stellt die Freiburger Arbeitsgemeinschaft Limnologie Oberrhein e.V. die Juwelen der Rheinaue vor. Begegnen Sie u.a. Hechten, Süßwasserschwämmen, Armleuchteralgen und amerikanischen Flusskrebsen! Die ökologischen Besonderheiten der sensiblen Gewässer und ihre Bedrohung durch künstliche, so genannte ökologische Flutungen im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms werden aufgezeigt.
 

© Fotos: Arbeitsgemeinschaft Limnologie Oberrhein e.V.

 

Mittwoch, 14.01.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Waldbau im Fluss ̶ Erfahrungen aus der Waldwirtschaft in den Rheinauewäldern im Bereich der freien Fließstrecke bei Rastatt
H. Wicht, Landratsamt Rastatt, Forstamt, Bezirksleitung Rastatt

„Waldbau im Fluss“ – in seiner tatsächlichen und übertragenen Bedeutung. FDir Wicht berichtet über seine Erfahrungen der Waldwirtschaft in der Stromaue des Rheines im Spannungsfeld von Forderungen des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft, zunehmenden Belastungen für die Waldbesitzer und sich verändernden natürlichen Rahmenbedingungen.
Waldbau unter dem Primat der Überflutungstoleranz der Waldbäume. Welche Rolle kommt der Silberweide, den Pappeln und der Eiche zu? Welche Zukunft haben die alten Hartholzauewälder? Offene Fragen, die auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der letzten Jahrhundertsommerhochwasser 1987 und 1999 auf die Auewälder gestellt werden müssen.

 

Mittwoch, 28.01.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Naturschutz am südlichen Oberrhein – Beispiele aus der Arbeit der Naturschutzverwaltung
Dr. Jörg-Uwe Meineke, Dr. Bernd Seitz, Regierungspräsidium, Referat Naturschutz




Im Bereich des Regierungsbezirks Freiburg wurden in der Rheinaue bis jetzt 18 Naturschutzgebiete eingerichtet, davon in der sog. "Trockenaue" 7 mit 179 ha und in der feuchten Aue 11 mit 3774 ha. Einige weitere NSG sind noch in Planung. Auf der elsässischen Seite liegen oft angrenzend weitere Schutzgebiete und auch nach Norden anschließend liegen im Regierungsbezirk Karlsruhe weiter große Auen-Schutzgebiete in der ehemaligen Mäanderzone des Rheins.

In den letzten Jahrzehnten ging der Naturschutz auch hier von traditionell restriktiv konservierender zu möglichst raumgreifender, mehr landschaftsbezogener Arbeitsweise über.

Die klassischen Naturschutzgebiete bilden hierbei Kernbereiche, die aufzuwerten, auszuweiten und zu verknüpfen sind. Im Vortrag werden zunächst naturschutzfachlich besonders wichtige und repräsentative Gebiete mit ihren Besonderheiten vor dem Hintergrund der ursprünglichen Verhältnisse vorgestellt.

Anschließend gehen wir auf einige der modernen Naturschutz-Projekte ein :

a) Artenschutzprogramm des Landes
b) Einrichtung und Unterhaltung des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000"
c) Ausweisung der deutsch-französischen RAMSAR-Schutzzone "Oberrhein/Rhin Superieur "
d) Trockenauekonzeption e.. Grenzüberschreitendes Interreg IV-Teilprojekt "Ile du Rhin / Trockenaue"

 

 

 

 

Vorträge WS 2007/2008
Kaiserstuhl

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ und der „Naturforschenden Gesellschaft Freiburg“ im WS 07/08 in Kooperation mit den Adelhausermuseen Freiburg, Abt. Naturkunde und der Universität Freiburg.
 

 

 

Freitag, 1.2.2008, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Die Kulturlandschaftsgeschichte des Kaiserstuhls
Dr. Kim P. Schumacher, Universität Hildesheim

Obwohl der Vortragstitel es suggeriert, gibt es natürlich mehr als eine Geschichte der Landschaft des Kaiserstuhls. Der Strauß an Themen die diese Ringvorlesung zusammenbindet belegt dies eindrucksvoll. Im Fokus des Vortrags steht die Veränderung der Landnutzung des Kaiserstuhls seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf den etwa 240 Jahren von 1770 bis heute. Die Landschaft des Kaiserstuhls wurde in dieser Zeit, entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen und technischen Möglichkeiten, vom wirtschaftenden Menschen umgenutzt und damit umgestaltet. Wichtige Faktoren hierfür waren die Bevölkerungsentwicklung sowie die Einführung des Weinbaus auf vulkanischen Böden im 19. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert verändert die Verkehrsentwicklung, die Umstellung auf den Qualitätsweinbau und besonders die neuen finanziellen und technischen Möglichkeiten im Zuge der Weinbergsflurbereinigungen das Gesicht der Landschaft. Der über mehr als 300 Jahre feststellbare Trend der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung ist dabei ein Spezifikum des Kaiserstuhls, das ihn von anderen Mittelgebirgslandschaften unterscheidet. Als Quellen zur Rekonstruktion dieser Landschaftsgeschichte dient historisches Quellenmaterial und insbesondere historische Karten. Aus diesen Karten des 18. bis 20. Jahrhunderts z.B. die Pläne der ersten Landesaufnahme in Baden und Vorderösterreich wurde in einem Geographischen Informationssystem (GIS) die historische Landnutzung herausgearbeitet und anschließend bilanziert und analysiert.

Literatur: ALEMANNISCHES INSTITUT [Hrsg.] (1939): Der Kaiserstuhl. Landschaft und Volkstum. Freiburg i.Br.
FRIZ, W. (1976): Wirkungen des Weinbaus auf Sozial- und Siedlungsstruktur im Kaiserstuhl. Dissertation, Univ. Tübingen.
MICHNA, R. (1988): Der Kaiserstuhl. - In: Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald [Hrsg.]: Breisgau-Hochschwarzwald. Land vom Rhein über den Schwarzwald zur Baar. Freiburg i.Br. S.427-453.
SCHUMACHER, K.P. (2006): Landschaftswandel im Kaiserstuhl seit 1770 – Analyse und Bilanzierung (= Culterra, 47). Freiburg. i.Br.
SALABA, M. & SCHENK, G. (2001): Gemarkungspläne im Generallandesarchiv Karlsruhe: Inventar. Stuttgart.
STROBEL, A. (1972): Agrarverfassung im Übergang. Studien zur Agrargeschichte des badischen Breisgaus vom Beginn des 16. bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. (=Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte, Band 23). Freiburg.
WILMANNS, O. & WIMMENAUER, W. [Hrsg.] (1989): Der Kaiserstuhl. Gesteine und Pflanzenwelt. Stuttgart.

 

   
Mittwoch, 13.2.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

Weinbau im Kaiserstuhl - historische Entwicklung und heutige Situation
Dr. Rolf Steiner, Weinbau-Institut Freiburg

 

 
   
Mittwoch, 23.1.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

Aus der Fülle kleiner Tiere – faunistische Besonderheiten in der Arthropodenfauna des Kaiserstuhls.
Dr. Claudia Gack und Dr. Angelika Kobel-Lamparski, Universität Freiburg

Gottesanbeterin und Röhrenspinne sind die "Aushängeschilder" des Kaiserstuhls, wenn es um seltene und besondere Vertreter der Fauna geht. Im Vortrag sollen jedoch vor allem solche Gliederfüßler vorgestellt werden, die nicht jeder kennt."

Anbei ein Bild eines dieser wenig bekannten, aber nicht minder interessanten Tiere!

 
   
Mittwoch, 9.1.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

Bienenfresser, Wiedehopf und Steinkauz– der Kaiserstuhl und seine Vogelwelt
Dr. Christian Stange und Fritz Saumer, Freiburg

 
   
Freitag, 23.11.2007, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Die Böden des Kaiserstuhls
Dr. W. Fleck, Geologisches Landesamt, Regierungspräsidium Freiburg

 
Die besondere geologische und klimatische Ausgangssituation sowie die intensive Nutzung der Böden haben im Kaiserstuhl neben den zahlreichen petrographischen, mineralogischen und botanischen Raritäten zur Entwicklung sehr spezifischer und teilweise seltener Böden geführt.
Für die heutige Verteilung der Landnutzung sind im Kaiserstuhl vor allem auch die Böden verantwortlich. Auf dem bewaldeten Kaiserstuhl-Hauptkamm treten braune Verwitterungsböden aus basischem Vulkangestein oder aus Fließerden auf (Ranker, Braunerden bzw. Parabraunerden). Eine Sonderstellung nehmen die Böden auf Karbonatit im zentralen Kaiserstuhl ein. Auf flachgründigen Rendzinen bilden Trockenrasen und Flaumeichengebüsch eine dem trockenen Standort angepasste Vegetation. Von überregionaler Bedeutung sind die an den west- bis nordexponierten Hängen auftretenden Tschernoseme (Schwarzerden).
In den tieferen Lagen der bewaldeten Hänge weisen künstliche Terrassen auf ehemalige landwirtschaftliche Nutzung hin und leiten zum überwiegend weinbaulich genutzten Lösshügelland über. Auf mächtigem Löss wurden die ursprünglich vorhandenen Parabraunerden meist vollständig abgetragen oder bei der Anlage von Terrassen mit unverwittertem, kalkreichem Löss vermischt. Pararendzina aus Löss stellt deshalb im Rebgelände die Leitbodenform dar. Die hohen Kalk- und Schluffgehalte der tiefgründigen Lössböden bedingen ihre günstigen bodenphysikalischen Eigenschaften. Trotz des warm-trockenen Klimas sichert die hohe nutzbare Feldkapazität die Wasserversorgung der Reben. Auf frisch angelegten Terrassen entwickelte sich die Pararendzina innerhalb weniger Jahrzehnte aus unverwittertem, anstehendem oder aufgetragenem Löss. Auf älteren Terrassen entstanden durch die tief reichende Bodenbearbeitung Pararendzina-Rigosole. Nur an wenigen Stellen finden sich die Rebkulturen auch auf Vulkanitböden. Das im Zuge der Bodennutzung von den Hängen abgespülte, meist humose Bodenmaterial sammelte sich im Laufe der Jahrhunderte in den Tälern des Lösshügellands. Die so entstandenen tiefgründig humosen Böden werden Kolluvisol genannt und sind in den tiefsten Tallagen z. T. deutlich von Grund- und Stauwasser beeinflusst. Diese meist mit flachem Talboden als sog. Lösssohlentäler ausgebildeten Talformen sind im Kaiserstuhl durch Akkumulation von abgeschwemmtem Bodenmaterial aus ursprünglich vorhandenen Kerbtälern hervorgegangen. 


   
Freitag, 16.11.2007, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Erdbeben am Oberrhein
Dr. W. Brüstle, Geologisches Landesamt, Regierungspräsidium Freiburg

 
 
Mittwoch, 17.10.2007, um 20 h im Kornhaus am Marktplatz in Endingen/Kaiserstuhl

Die Nebelwälder der Küstenkordillere in der Umgebung der Colonia Tovar/Venezuela, ihre Pflanzenwelt, Gefährdung, Schutzmöglichkeiten
Dr. Otto Huber und Dr. Winfried Meier

Das vor über 160 Jahren von deutschen Einwanderern aus der Umgebung des Kaiserstuhls gegründete Städtchen Colonia Tovar liegt auf fast 2000 m in der zentralen Küstenkordillere Venezuelas, etwa 70 km westlich von der Hauptstadt Caracas entfernt. Oberhalb des Ortes haben sich bis heute prächtige Nebelwälder erhalten. Wachspalmen (Gattung Ceroxylon), die zu Zeiten von Humboldt zu den am höchsten wachsenden Palmen gehörten, Nacktsamer mit laubartigen Blättern aus der Familie der Steineiben (Podocarpaceae), riesige Exemplare von Vertretern aus der Mahagonifamilie (Cedrela montana), sowie die häufigen Baumfarne hinterlassen auch bei heutigen Besuchern noch einen unvergesslichen Eindruck. Bedingt durch ihre isolierte Lage (immergrüne Inseln in einem Meer von trockenerer Vegetation) hat sich in diesen Nebelwäldern im Laufe der Evolution eine eigenständige Flora gebildet mit vielen Arten, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen (Endemiten). Aus diesem Grunde verdienen die Bergkuppen der Küstenkordillere unbedingten Schutz, um die Biodiversität des Landes für die zukünftigen Generationen zu erhalten.
Die Nebelwälder in der Umgebung von Colonia Tovar sind zwar gesetzlich geschützt durch das Monumento Natural „Pico Codazzi“ und eingebunden in einen ökologischen Korridor, der sich aus weiteren Schutzgebieten zusammensetzt. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus: illegale Landnahme, Baumfällen, Landwirtschaft, Brände stellen eine ständig zunehmende Bedrohung für dieses außerordentliche Gebiet dar, in welchem außerdem die wichtigsten Quellflüsse für die Colonia Tovar und angrenzender Gemeinden Nordvenezuelas liegen.





Mit der Verabschiedung der Bodenschutzgesetze auf Landes- und Bundesebene stehen Böden mit hoher Leistungsfähigkeit zur Erfüllung von Bodenfunktionen, wie z.B. Standort für Kulturpflanzen oder Filter und Puffer für Schadstoffe, aber auch seltene Böden unter gesetzlichem Schutz. Die Kenntnis der Böden und ihrer Verbreitung ist dabei die Voraussetzung für eine maßvolle Umsetzung dieser Regelungen unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessen. Die große Vielfalt an Böden auf relativ kleiner Fläche stellt hierbei gerade im Kaiserstuhl eine besondere Herausforderung dar.
FLECK, W. & LINK, B. (2006): Bodenkarte des Kaiserstuhls und seiner Umgebung 1 : 50 000; − Freiburg i. Br. (Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Baden-Württ.).
HÄDRICH, F. & STAHR, K. (1992): Die Böden in der Umgebung von Freiburg i. Br. – Freiburger Geogr. H., 36: 129–195, 13 Abb., 13 Tab.; Freiburg i. Br.
HÄDRICH, F. & STAHR, K. (2001): Die Böden des Breisgaus und angrenzender Gebiete. − Ber. Naturf. Ges. Freiburg i. Br., 91, Freiburg.
HERMANN, L., JAHN, R., FLECK, W., ZAREI, M., STAHR, K. (2004): The Kaiserstuhl Volcano. − In: STAHR, K. & FLECK, W.: Soils, landscapes and environmental problems. − Excursion Guide Book, Eurosoil 2004; 285 S., zahlr. Abb., Freiburg i. Br.
LINK, B. (1999): Blatt 7912 Freiburg im Breisgau-Nordwest.  Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000; Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Baden-Württ.).
LINK, B. (2000): Musterprofile auf BK 25, Blatt 7912 Freiburg im Breisgau-Nordwest.  Bodenkarte Baden-Württemberg 1 : 25 000, Musterprofile; Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Baden-Württ.).
MAYER, P. (1986): 50 Jahre Rebflurneuordnung am Kaiserstuhl. Hrsg. Landesamt für Flurneuordnung und Landentwicklung Baden-Württemberg.
WILLMANNS, O. & WIMMENAUER, W. (1989): Der Kaiserstuhl – Gesteine und Pflanzenwelt. – 3. Aufl., 244 S., zahlr. Abb., Kt., Stuttgart
   
Mittwoch, 5.12.2007, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

 Lebensräume des Kaiserstuhls und ihre Veränderungen
in den letzten Jahrzehnten
Prof. em. Dr. Otti Wilmanns, Hinterzarten

Über den Kaiserstuhl und seinen außergewöhnlichen Reichtum an Naturschönheiten gibt es seit den 1930er Jahren gründliche Darstellungen der lebensraum-prägenden Vegetation. So besteht eine gute Vergleichsbasis für jüngere Forschungen aus den letzten Jahrzehnten. In diesen erfolgte ein grundlegender und auffälliger Wandel der Landnutzungen, der mit subtilen Veränderungen der Lebensräume in natürlicher Sukzession einher geht. Beides soll an Hand von Dias und Folien veranschaulicht werden.

               

 
 
Freitag, 09.11.2007, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Die Erd- und Landschaftsgeschichte des Kaiserstuhls
Dr. E. Villinger, Freiburg

Seit 250 Jahren ist der Kaiserstuhl – dieses „merkwürdige Gebirge“, wie es in der ersten Gesamtbeschreibung von Eisenlohr (1829) heißt – mit seinen vielfältigen magmatischen und sedimentären Gesteinen Gegenstand der geowissenschaftlichen Forschung. Lange war seine vulkanische Natur umstritten und erst seit 50 Jahren ist bewiesen, dass auch der weltberühmte Karbonatit im Zentrum des Kaiserstuhls als Magma aus den Tiefen der Erde aufgedrungen ist.

Die erd- und landschaftsgeschichtliche Überlieferung im Kaiserstuhl beginnt aber schon lange vor der Zeit der Vulkane im Miozän (19—16 Millionen Jahre vor heute), nämlich mit Meeresablagerungen aus der Mitteljura-Zeit (etwa 175 Millionen Jahren vor heute). Und sie reicht mit den durch den Menschen veranlassten Prozessen und Bildungen bis in die Gegenwart.

Die im Kaiserstuhl vorkommenden Gesteine zeugen als Dokumente der Erd- und Landschaftsgeschichte von spektakulären Umwälzungen in unserem Raum: vom Werden und Vergehen von Meeren, Salzpfannen und großen Süßwasserseen, von Vulkanausbrüchen, Eiszeiten mit Staubstürmen und Flussumlenkungen. Sie zeugen aber auch vom dramatischen Zerbrechen der Erdkruste bei der Entstehung und Entwicklung des Oberrheingrabens als Folge globaler plattentektonischer Ereignisse. Letztlich verdankt der Kaiserstuhl seine Existenz der bis heute anhaltenden Plattenkollision von Afrika mit Europa.

Literatur zum Thema:
Geologische Karte von Baden-Württemberg 1 : 25 000: Blatt Kaiserstuhl mit Erläuterungen – 5., völlig neu bearbeitete Auflage 2003; Freiburg i. Br.
Geologische Karte von Baden-Württemberg 1 : 50 000: Blatt Freiburg im Breisgau und Umgebung -- 3., ergänzte Auflage 1996; Freiburg i. Br.
Der Kaiserstuhl. Gesteine und Pflanzenwelt. – 3., neubearbeitete Auflage 1989; Stuttgart (Ulmer-Verlag).




 
 


Exkursionen im Sommerhalbjahr 2007
in Kooperation mit dem Adelhausermuseum Freiburg, Abteilung Naturkunde

Sonntag, 09.09.2007:
Naturkundliche Exkursion am Schönberg für Kinder (... und Eltern ...)

Treffpunkt: 14 h, Parkplatz an der Berghauser Kapelle (zwischen Ebringen und Wittnau)

Um 14 h beginnt die Kinderexkursion (Alter ca 6 bis ca 12 Jahre). Hierzu werden Gruppen zu 4 Kindern gebildet. Erwachsene können als Betreuer der Gruppe mit diesen mitgehen und bei der Lösung der Aufgaben behilflich sein. Die Kindergruppen erhalten ein Aufgabenblatt und müssen in den folgenden 2 Stunden verschiedene Probleme lösen, z.B. Blätter sammeln und zeichnen, 3 verschiedene Baumrinden "abpausen" o. dgl. Abschließend gibt es bei geeignetem Wetter Grillwürstchen.
 

Exkursionen im Rahmen des "Tages der Artenvielfalt".



Weitere Exkursionen sind in der Planung, z.B.

Montag, 11.06.2007 Neuenburg und Münstertal, Leitung Prof. Dr. Albert Reif
Dienstag, 12.06.2007 Region Emmendingen, Leitung Prof. Dr. Albert Reif und Dr. Hans-Peter Hoernstein

Fragen zu den Exkursionen des BLNN richten Sie bitte per Mail an
Albert.Reif(a)waldbau.uni-freiburg.de oder an info(a)blnn.de

 

 
Sonntag, 22.04.2007:
Weinbergsflora und Niederwälder in der elsässischen Vorbergzone
Prof. Dr. Otti Wilmanns, Dr. Regina Ostermann

Beblenheim: Weinbergsbewirtschaftung, Rebunterwuchs, Wildtulpen u.a. Geophyten. Niederwälder am Sigolsheimer Berg und Rosenbourg
Abfahrt: 8.30 Uhr, ab P+R Paduaallee Freiburg. PKW mitbringen – wir bilden Fahrgemeinschaften. Weiterer Treffpunkt um 9 h 45 an der Cave vinicole in Beblenheim. Rückkehr gegen 18 Uhr.
 
Sonntag, 20.05.2007:
Geologische Exkursion in die Vogesen
Martial Boutantin (Colmar), zusammen mit der Société d'histoire naturelle de Colmar

Verwerfungen in der Vorbergzone bei Ribeauville. Migmatite bei Trois Epis und Kayersberg. Geologie, Glazialgeomorphologie: Lac Blanc, Lac Noir.
Abfahrt: 8.00 Uhr, ab P+R Paduaallee Freiburg. PKW mitbringen – wir bilden Fahrgemeinschaften. Weiterer Treffpunkt um 9.00 Uhr am Parkplatz vom Rathaus von Ingersheim. Rückkehr gegen 19 Uhr.
 
 

Landschaft im Elsaß Gestern – Heute – und Morgen?

Mittwochs, 20.15 Uhr
Hörsaal des Instituts für Biologie I, Zoologie (Lageplan)
Hauptstraße 1,  Freiburg

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. − Eintritt frei −
 

25.10.2006

„École des Charbonniers – zum Wald im Elsaß und seiner historischen Nutzung“
Dr. Thomas Ludemann, Universität Freiburg, Geobotanik
 

Eine der bedeutendsten und am weitesten verbreiteten Waldnutzungen war im mitteleuropäischen Mittelgebirgsraum die Herstellung von Holzkohle (Köhlerei) in stehenden Rundmeilern. Sie fand vor allem nach dem Mittelalter und vor dem Beginn der Nutzung fossiler Energieträger während des 17. und 18. Jahrhunderts statt. Dabei war der Wald mit seinem differenzierten Holzangebot zugleich Lehrwerkstatt und Lernort: „die Schule der Köhler“; vom lokalen natürlichen Holzangebot der Wälder waren die Köhler in hohem Maße abhängig. Ihre Hauptwirkungsstätten waren die ausgedehnten, schwer zugänglichen und schlecht erschlossenen Waldgebiete. Trotz der großen Bedeutung der Köhlerei finden sich in historischen Schriftquellen nur selten konkretere Angaben zu derartigen Waldnutzungen. Detaillierten Aufschluss über die früheren Aktivitäten der Köhler geben die sehr zahlreichen Rückstände der Holzkohle-Herstellung im Gelände, die heute noch an Hunderten von Meilerplätzen vorhanden sind. Sie können wissenschaftlich analysiert werden und liefern wertvolle Informationen zu den Wäldern der Vergangenheit und ihrer Nutzung und Veränderung durch den Menschen. In diesem Sinne können wir noch heute dem Weg der Köhler, der „Rue des Charbonniers“, folgen und bei ihnen in die Schule gehen, indem wir ihre Überlieferung nutzen und ihre Hinterlassenschaften aus dem Gelände holzkohleanalytisch untersuchen.
 

Die wissenschaftlichen Analysemethoden und Auswertungsmöglichkeiten derartiger Rückstände werden mit Fokus auf Ergebnisse aus den Vogesen und im Vergleich mit benachbarten Naturräumen aufgezeigt. Die Relevanz der neuen holzkohleanalytischen Erkenntnisse für aktuelle Fragestellungen der Vegetationskunde, der Wald- und Forstgeschichte sowie von Waldbau und Waldnaturschutz wird dargelegt.


Weiterführende Literaturhinweise:
Ludemann, T. (2002): Die Rückstände der Köhlerei im Hotzenwald als Informationsquelle zur naturnahen Waldwirtschaft. - Mitt. bad. Landesverein Naturkunde Naturschutz N. F. 18: 95-105. Freiburg i. Br.
Ludemann, T. & Nelle, O. (2002): Die Wälder am Schauinsland und ihre Nutzung durch Bergbau und Köhlerei. - Freiburger Forstl. Forschung 15: 139 S. Freiburg i. Br.
Ludemann, T. (2003): Large-scale reconstruction of ancient forest vegetation by anthracology – a contribution from the Black Forest. – Phytocoenologia 33 (4): 645-666. DOI 10.1127/0340-269X/2003/0033-0645.
Ludemann, T. (2004): Arbeitsgruppe Wald - Geschichte - Anthrakologie. - ZAM Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 31 (2003): 188-192. Bonn (Habelt).
Ludemann, T., Michiels, H.-G. & Nölken, W. (2004): Spatial patterns of past wood exploitation, natural wood supply and growth conditions: indications of natural tree species distribution by anthracological studies of charcoal-burning remains. – Eur. J. Forest Res. 123: 283-292. DOI 10.1007/s10342-004-0049-z.
Ludemann, T. (2005): Natürliche Baumartenzusammensetzung - Standortswald. - In: Teuffel, K.v. et al. (Hrsg.): Waldumbau für eine zukunftsorientierte Waldwirtschaft: 96-100. Berlin, Heidelberg (Springer).
Ludemann, T. (2006): Gegenwartsbezogene Landschaftsgenese des Schwarzwaldes und der Vogesen auf der Grundlage paläoökologischer Untersuchungsmethoden. – In: Kulke, E., Monheim, H. & Wittmann, P. (Hrsg.): GrenzWerte. Tagungsbericht und wissenschaftliche Abhandlungen des 55. Deutschen Geographentages Trier 2005 (Dt. Ges. f. Geographie): 517-526.
Nölken, W. (2003): Holzkohleanalytische Untersuchungen zur Waldgeschichte der Vogesen im Tal von Miellin. - Freiburger Universitätsblätter 160 (2): 111-118. Freiburg (Rombach).
Nölken, W. (2004): Holzkohleanalytische Untersuchungen an Meilerplätzen in den Südvogesen. - ZAM Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 31: 196. Bonn (Habelt).
Nölken, W. (2005): Holzkohleanalytische Untersuchungen zur Waldgeschichte der Vogesen. - Diss. Univ. Freiburg, Biologie/Geobotanik: 182 S.
Links:
Thomas Ludemann
Holzkohleanalytische Untersuchungen zur Waldgeschichte der Vogesen
Wandel des Waldkleides von Schwarzwald und Vogesen in der vegetationshistorischen Dimension
Historische Energieholznutzung, Standortsbedingungen und Waldvegetation im Mittelgebirgsraum Zentraleuropas
Köhlerei und Holzkohlenanalyse
Köhlerei und Holzkohlenanalyse: Beispieldiagramm

 

08.11.2006

Schmucke Dörfer, selbstbewußte Städte - Zur Siedlungsgeschichte des Elsaß
Dr. Norbert Ohler, Horben bei Freiburg
 

Eine große Siedlungsdichte und eine Vielzahl von Siedlungstypen kennzeichnen das Elsaß. Zu den Vorzügen, mit denen die Natur den Raum zwischen Rhein und Vogesen, Mülhausen und Weißenburg ausgestattet hat, gehören fruchtbare Böden und für den Rebbau geeignete Lagen. Seit vorgeschichtlicher Zeit verläuft durch das Elsaß eine der bedeutendsten europäischen Verkehrsachsen, die den Mittelmeerraum mit dem Nord- und Ostseeraum verbindet. Im Laufe der Geschichte haben die Elsässer die Herausforderungen von Natur und Verkehrslage angenommen. Mit Fleiß und Phantasie haben sie schmucke Dörfer und selbstbewußte Städte entstehen lassen, reiche Klöster, stolze Burgen und furchteinflößende Festungen gebaut.

Zur Einführung und Vertiefung:
Encyclopédie de l’Alsace. Bd. 1- , Straßburg 1982- .
Merian, Matthäus: Topographia Alsatiae ... 1663, ND Kassel 1964.
Ohler, Norbert: Alsatica. Zu bedeutenden Neuerscheinungen. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 133 (1985) S. 363-380 (weitere Literaturberichte in späteren Jahrgängen dieser Zeitschrift).
Ohler, Norbert: Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung. In: Spätmittelalter am Oberrhein. Teil 2: Alltag, Handwerk und Handel, 1350-1525. Hrg. Sönke Lorenz und Thomas Zotz. Katalog zur Großen Landesausstellung Baden-Württemberg, 2001/02. Stuttgart 2001, S. 47-53.

22.11.2006

Lebende Erdgeschichte - Die Entstehung des Rheingrabens und der Vogesen
Dr. Matthias Geyer, Freiburg
 

Auch wenn in der französischen Literatur gelegentlich der Begriff "Plaine d'Alsace" mit "Oberrheingraben" gleichgesetzt wird, handelt es sich dabei dennoch um eine grenzüberschreitende Bruchstruktur. Auch Schwarzwald und Vogesen haben natürlich genetisch gleiche Wurzeln. Dennoch sollen der Vortragsankündigung gemäß hier nur die westliche Seite des Oberrheingrabens und die Vogesen behandelt werden. Das Gebiet ist allerdings sehr groß und seine geologische Entstehungsgeschichte würde Stoff genug für eine ganze Vorlesung bieten. Daher sollen nach einer einführenden Gesamtübersicht zwei Gebiete aus unterschiedlichen Gründen etwas näher behandelt werden: zum einen das Dollertal bei Masevaux, weil es einen guten Querschnitt geologischer Phänomene bietet und die Schichtenfolge vom Quartär bis ins Grundgebirge reicht. Zweitens das Gebiet um den Bastberg bei Bouxwiller wegen seiner wissenschaftsgeschichtlichen und "geopoetischen" Bedeutung.
Weiterführende Literatur
ALSACE NATURE (1994) : Vosges sauvages. – Editions Alsace Nature, Strasbourg (ISBN 2-9508406-0-4)
BOHLY, BERNARD & EHRET, MICHEL (1997) : Bourbach-le-Bas et les mines de fer des Vosges du Sud. – Les Editions du Patrimoine Minier, Institut Polytechnique de Severans (ISBN 2-9505231-2-9)
von ELLER, J.-P. (1984): Guides géologiques régionaux. Vosges - Alsace. – Masson, Paris (ISBN 2-225-78496-5) vergriffen; in Bibliotheken einsehbar
FLAGEOLLET, JEAN-CLAUDE (2003) : Sur les traces des glaciers vosgiens.- Editions CNRS, Paris (ISBN 2-271-05960-7)
*GALL, JEAN-CLAUDE (2005) : Alsace, des fossiles et des hommes. – Editions La Nuée Bleue /DNA, Strasbourg (ISBN 2-7165-0655-8) [ca. 30,- €]
* GEYER, MATTHIAS (2006) : La Doller au fil du temps - Zeitreise im Dollertal (zweisprachig). – Maison de la Géologie - GeoVosges, Sentheim [5,- €]
JUBIEN, F. & SIMON, O. (éd.) (1999) : Parc Naturel Régional des Ballons des Vosges. – Guides Gallimard, Paris (ISBN 2-74-240563-1)
MENILLET, F. et al. (1989) : Carte géologique de la France au 1/50'000 avec notice explicative (N° 412 Thann). – BRGM, Orléans (ISBN 2-7159-1412-1
REITZER, JEAN-LUC (éd.) (1990): Les Vosges du Sud – du Rossberg au Ballon d’Alsace. – Editions La Nuée Bleue /DNA, Strasbourg (ISBN 2-7165-0247-1)
SELL, YVES (éd.) (1998) : L’Alsace. Géologie, milieux naturels, flore et faune. – Delachaux & Niestlé, Lausanne et Paris (ISBN 2-603-01100-6)

* Diese beiden Publikationen sind am Vortragsabend direkt erhältlich. Bitte melden Sie Ihr Interesse an meine E-Mail Adresse geotourist@aol.com, damit ich den Bedarf größenordnungsmäßig abschätzen kann.

 

www.geotext.de - www.geoalb.de - www.vulkane-im-hegau.de - www.geotourist-freiburg.de
 

06.12.2006:

Die Hochvogesen und ihre Pflanzenwelt - ganz anders als der Schwarzwald?
Prof. Dr. Arno Bogenrieder, Universität
Freiburg, Geobotanik
 

Die Pflanzenwelt der Vogesen – Fremdes und Vertrautes.
Wer in den Vogesen wandert, merkt es schon nach kurzer Zeit: Das ist nicht der Schwarzwald, das ist nicht die vertraute Vegetation. Was sind die Besonderheiten der Vogesen, wie sind sie zu erklären? Zur Beantwortung dieser Fragen sind vegetationsgeschichtliche Argumente und standörtliche Erwägungen und darüber hinaus die Rolle des wirtschaftenden Menschen in gleicher Weise wichtig. Dies soll an mehreren Beispielen erläutert werden.

      

Literaturempfehlung:
Bogenrieder, A. (2001): Schwarzwald und Vogesen – ein vegetationskundlicher Vergleich. – Mitt. Bad. Landesver. Naturkunde und Naturschutz, F. 17/4, 745 – 792.


10.01.2007

Die südelsässischen Eichenwälder - Nutzungsgeschichte, Vegetation und Insektenreichtum
Dipl.-Biol. Reinhold Treiber, Ihringen
 


24.01.2007

Die Niederwälder am Fuß der Vogesen und ihre Kulturgeschichte
Dr. Regina Ostermann, Meißenheim
 

Zwischen Marlenheim und Thann, längs dem elsässischen Weinberg, zieht sich am Fuß der Ostvogesen ein fast ununterbrochenes Band unterschiedlichster Niederwaldtypen, die heute noch landschaftsprägend sind, auch wenn sie nicht mehr bewirtschaftet werden. Um so mehr sind sie Zeugen jener Waldnutzung, die grundlegend für den Reichtum der elsässischen Kulturlandschaft war. Die heutigen Niederwälder faszinieren, nicht nur durch ihre Geschichte, sondern auch, je nach Vegetationstyp, durch floristische Mannigfaltigkeit oder durch Artenarmut.

      

Literaturempfehlung


07.02.2007

Urwald oder Kulturwald: Die Auenwälder am Rhein
Dipl. Biol. Richard Hauschild, FVA Freiburg und Ing. For. Eric Durand, ONF Colmar
 


14.02.2007

Zielsetzung und Perspektiven des Naturschutzes im Elsaß
Patrick Barbier, Präsident von Alsace Nature
 

Un patrimoine naturel de grande valeur existe encore en Alsace, en plaine comme dans les Vosges, mais est-il sérieusement protégé et par quels moyens ? Malgré un arsenal de moyens juridiques et un attachement profond de la population, la réponse est malheureusement négative. Patrick Barbier, président d'honneur d'Alsace Nature, esquissera les moyens nécessaires à une politique de protection et valorisation de la nature sur la rive gauche du Rhin.

Das Elsaß ist mit einer Vielzahl von herausragenden Lebensräumen ausgestattet, sowohl in der Rheinebene als auch in den Vogesen. Hierbei stellt sich die Frage, ob der jeweilige Schutzstatus angemessen ist, und ob die Schutzmaßnahmen adäquat sind. Das muss insgesamt gesehen klar verneint werden. In diesem Zusammenhang wird Patrick Barbier, der Präsident von "Alsace Natur", die bestehenden Schutzmaßnahmen erläutern und die notwendigen Maßnahmen für eine Naturschutzpolitik darstellen, um die Natur links des Rheins auch für die Zukunft zu erhalten.

 
        
   
Freiburger Tag der Artenvielfalt 2007
(Textquelle: www.oekostation.de)

am 16.06.2007 von 21:30 bis 23:00
am 17.06.2007 von 06:00 bis 17:00

Der "GEO-Tag der Artenvielfalt" hat sich bundesweit mittlerweile zur größten Feldforschungsaktion in Deutschland entwickelt. In Freiburg haben sich in diesem Jahr 14 verschiedene Naturschutzverbände und -Initiativen, sowie 3 Ämter der Stadt Freiburg und das Ökomobil des Regierungspräsidiums zu dem "Freiburger Netzwerk Artenvielfalt" zusammengeschlossen.

Am 9. GEO-Tag der Artenvielfalt sind alle Naturfreunde und Naturbegeisterte zum Naturentdecken und -erleben aufgerufen. In diesem Jahr wurde in Freiburg ein Gebiet im Stadtteil Vauban ausgewählt. Zentraler Treffpunkt ist jeweils am Ökomobil beim Weidenpalast an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie im Vauban. Hier bieten die Partner des Freiburger Netzwerkes Artenvielfalt am Samstag, 16. Juni und Sonntag, 17. Juni den ganzen Tag über viele Exkursionen und Naturerkundungen zu den verschiedensten Tier- und Pflanzengruppen an. Der Freiburger Tag der Artenvielfalt wird in diesem Jahr von dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg Edmund Hensle 11:00 Uhr am zentralen Veranstaltungsort eröffnet. Im Anschluss spricht die Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik des Grußwort für die Stadt Freiburg.

Nicht nur Experten sind gefragt: Jeder, der sich für die Natur und für deren Schutz interessiert, kann mitmachen - insbesondere auch Familien mit Kindern. Unter Anleitung von Fachleuten werden die verschiedenen Biotope und Lebensräume am Wald, am Wasser und auf den Wiesen untersucht und Tier- und Pflanzenarten bestimmt.

Das genaue Veranstaltungsprogramm mit dem Zeitplan der Exkursionen und einer Übersicht der Infostände steht in einem Flyer hier www.oekostation.de/docs/Freiburger_GEO_Tag_der_Artenvielfalt_2007_Exkursionen.pdf (127 KB)

Eine Übersichtskarte (200 KB) mit dem Lageplan steht hier
www.oekostation.de/docs/Lageplan_Freiburger_GEO_Tag_2007.jpg

Ein Flyer mit der Zusammenstellung der 2006 beteiligten Veranstalter steht hier:
www.oekostation.de/docs/Freiburger_GEO_Tag_der_Artenvielfalt_2007_Netzwerk.pdf (127 KB)

  • In Kooperation mit dem Freiburger Netzwerk Artenvielfalt
  • Folgende Verbände, Gruppen und Institutionen sind 2006 dabei: Freiburger Entomologischer Arbeitskreis (FREAK im BLNN), BUND Freiburg, Kreis Jäger Vereinigung Freiburg (KJV Freiburg), NABU Freiburg, AGN im Badischen Landesverein für Naturkunde und Naturschutz (BLNN), Forstamt Freiburg, Umweltschutzamt Freiburg, Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Ba-Wü (AGF), Förderverein Bachpatenschaften Freiburg (FV BPsch), Ökomobil des Regierungspräsidiums Freiburg (RPF), badenova AG, Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg (ESE), Ökostation Freiburg
  • Der Freiburger Tag der Artenvielfalt wird von der Stiftung Naturschutzfonds gefördert.
Tod dem Museum für Naturkunde?

Während der Mitgliederversammlung des BLNN wurde spontan beschlossen, mit einer Öffentlichkeitskampagne Zeichen zu setzen zum Erhalt des Naturkundemuseum. Nachfolgende Anzeige wurde rechtzeitig zum Freiburger Einkaufs-Mega-Samstag, dem 05. Mai 2007 in der Badischen Zeitung geschaltet, an dem das Adelhauser Museum mit einem bunten Veranstaltungsprogramm "als Museum der Herzen" aktionsreich auf sich aufmerksam machen und die Unterschriftenaktion zum Erhalt des Museums in der Gerberau 32 fortsetzen konnte.

 

Die scheidende Vorsitzende des BLNN Anuschka Jahnke (links)
mit ihrer Nachfolgerin Regina Ostermann. (FOTO: BRAUN)
Badische Zeitung vom Freitag, 11. Mai 2007

Einsatz für das Museum
Der Badische Landesverein für Naturkunde und Naturschutz hat eine neue Vorsitzende

Von Andreas Braun

FREIBURG. Im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) stand die drohende Schließung des Adelhausermuseums: Der Verein, der zu den Mitgründern des Museums zählt und dort über Jahrzehnte hinweg so etwas wie seine "natürliche Heimat" hatte, müsste dann einen neuen Ort für seine umfangreiche Bibliothek suchen.

Gespräche mit der Stadt Freiburg hätten leider nichts gebracht: "Zwar wurde uns ein Platz in Günterstal angeboten, allerdings wollte die Stadt dafür eine Miete sehen", schilderte die scheidende Vorsitzende Anuschka Jahnke den Verlauf der Gespräche mit Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD). Eine Raummiete könne der Verein aus seinen Mitgliedsbeiträgen, die für Naturschutzarbeit und wissenschaftliche Publikationen verwendet würden, nicht aufbringen. "Es stünde der Öko-Hauptstadt Freiburg eigentlich gut an, dem BLNN durch Bereitstellung einer geeigneten Räumlichkeit Unterstützung zu signalisieren", gab sich Jahnke enttäuscht. Fachzeitschriften, die der Verein abonniert hat, werden bis zur weiteren Klärung derzeit in der Universitätsbibliothek und in der Biologie ausgelegt, um Interessenten einen Zugang zu ermöglichen. Außerdem sei man seit kurzem im Gespräch mit dem Bürgermeister der Gemeinde Gottenheim: "Dort werden demnächst mehrere kleinere Bibliotheken zusammengefasst; eventuell könnten wir dann da unterkommen", sagte Schriftführer Joachim Bammert. Die Bibliothek würde dann auch öffentlich zugänglich sein; allerdings sei man noch ganz am Anfang der Verhandlungen.

Aber nicht nur wegen der Vereinsbibliothek sehe man in der Schließung des Museums ein falsches Signal, hieß es gleich mehrfach aus den Reihen des Vorstands. Mehrere Mitglieder des akademisch geprägten Naturschutzvereins erklärten sich spontan bereit, jeweils einen Betrag von 250 Euro für eine Öffentlichkeitskampagne zum Erhalt des Naturkundemuseums zu spenden, so dass der Rechner des Vereins, Wolfgang Müller, bereits am Ende der Versammlung über einen Betrag von 4000 Euro für diesen Zweck verfügen konnte.

Außerdem standen Vorstandswahlen an, bei denen eine neue Vorsitzende gewählt wurde: Da es Anuschka Jahnke bereits vor einigen Monaten beruflich nach England verschlagen hat, kann sie diese Tätigkeit nicht mehr weiter ausüben. "Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht", betonte die Biologin; zwei Jahre lang bekleidete sie dieses Amt. Zur Nachfolgerin Jahnkes wurde Regina Ostermann gewählt. Die promovierte Forstwirtin und Gärtnerin arbeitet an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt und betreibt ein eigenes Planungsbüro für Wald- und Landschaftsökologie. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Wie jedes Jahr stellten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre laufenden Projekte vor: Während die Arbeitsgruppe Naturschutz mit finanzieller Unterstützung des Regierungspräsidiums verschiedene Amphibiengewässer weiterentwickeln möchte, haben sich die Insektenkundler vorgenommen, die Käferwelt des Kaiserstuhls umfassend zu erforschen. "Das ist ein großes Projekt, das sicherlich seine Zeit brauchen wird", erläuterte Winrich Mertens die Pläne des Arbeitskreises. Schriftleiter Helge Körner berichtete von ersten Überlegungen, ein Buch über den Mooswald herauszubringen, nachdem das Schönberg-Buch inzwischen abgeschlossen sei.

Wahlergebnisse: Vorsitzende Regina Ostermann (für Anuschka Jahnke), stellvertretender Vorsitzender Albert Reif, Rechner Wolfgang Müller, Schriftführer Barbara Hahn und Joachim Bammert, Schriftleiter Helge Körner (alle wie bisher).
Mitgliederzahl: 550.
Termine: Geologische Exkursion in die Vogesen (20. Mai), Mitwirkung beim Tag der Artenvielfalt (17. Juni), weitere Exkursionen sind in Planung.
Kontakt: Regina Ostermann, 07824 / 661381.
 

 

BLNN- Bibliothek in Raumnot:
Der wertvollen Bibliothek des BLNN droht die Obdachlosigkeit.
Korrespondenz mit dem Bürgermeister für Kultur, Jugend und Soziales von Freiburg,
Herrn Ulrich von Kirchbach

Achtung: Änderungen bei den Vortragsterminen des Freiburger Entomologischen Arbeitskreises!

 
Badische Zeitung vom Freitag, 12. Mai 2006:

Bibliothek muss ausziehen
Jahreshauptversammlung des Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN)


Von unserem Mitarbeiter
Andreas Braun

FREIBURG. Ein wesentlicher Punkt bei der Mitgliederversammlung des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) war die Frage nach der Zukunft der vereinseigenen Bibliothek, die derzeit noch im Adelhausermuseum untergebracht ist: “Wegen notwendiger Brandschutzmaßnahmen wird die Vereinsbibliothek in absehbarer Zeit ausziehen müssen”, erklärte Museums-Mitarbeiter Norbert Widemann.
 

Die Vereinsvorsitzende Anuschka Jahnke (rechts) überreicht dem neuen Ehrenmitglied Otti Wilmanns die Urkunde sowie das Präsent (Wein und Sprargel).

Aufgrund der Neustrukturierung der Freiburger Museumslandschaft sei, so die Vereinsvorsitzende Anuschka Jahnke, nicht davon auszugehen, dass man nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückziehen könne. Sie rief die etwa 40 anwesenden Mitglieder dazu auf, sich Gedanken über den Verbleib der Bibliothek zu machen: “Wer eine Idee hat, soll sich beim Vorstand melden” . Der Rechner des Vereins, Wolfgang-Harry Müller, verwies auf den hohen Wert des vereinseigenen Buchbestands: “Man sollte nicht vergessen, dass in den letzten Jahren rund hunderttausend Euro in die Bibliothek gesteckt worden sind.” Unter den Büchern seien auch einige Raritäten.

Außerdem wurde an diesem Abend der Beitritt des “Freiburger Entomologischen Arbeitskreises” (Freak), einer Vereinigung von Insektenkundlern aus Freiburg und Umgebung, beschlossen: “Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, uns einem Verein anzuschließen” , so Freak-Sprecher und Käferfachmann Frank Baum. Letztlich habe man sich wegen des regionalen Bezugs für den BLNN entschieden. Viele Mitglieder des Freak erforschten die heimische Insektenwelt — die Ergebnisse solcher Arbeiten könne man zum Beispiel im Mitteilungsheft des BLNN publizieren. Neben den Arbeitsgruppen für Natur- und Fledermausschutz (AGN und AGF) hat der Landesverein mit dem Freak somit eine dritte Fachschaft.

Für das kommende Winterhalbjahr ist eine Vortragsreihe über das Elsass geplant. Außerdem möchte der BLNN zukünftig stärker mit der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau zusammen arbeiten, beispielsweise bei der Durchführung gemeinsamer Exkursionen. Die Vereinsvorsitzende kündigte an, kommendes Jahr aus dem Amt auszuscheiden: “Im nächsten Jahr läuft meine Promotionsstelle hier an der Uni aus, danach werde ich nach England gehen.”

Auf Antrag von Schriftführer Helge Körner wurde Otti Wilmanns einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt: Wilmanns, emeritierte Professorin für Geobotanik an der Freiburger Universität, habe sich während ihrer mehr als 40-jährigen Vereinszugehörigkeit durch Exkursionen und Vorträge sehr um den Verein verdient gemacht.

Termine: Rheinauen-Exkursion (13. Mai), Botanische Exkursionen auf die Hegaualb (20. Mai) und zu den Elzdämmen bei Kollmarsreute (21. Mai), Mitwirkung beim Tag der Artenvielfalt (10. Juni).

Mitgliederzahl: 550

Kontakt: Anuschka Jahnke anuschka.jahnke(at)blnn.de
 

 
Neuerscheinung:

„Der Schönberg – Natur- und Kulturgeschichte eines Schwarzwald-Vorberges“

Auf 470 Seiten beschreiben 23 Fachautoren

  • die interessante Geologie des Schönbergs und die Besonderheiten seiner Flora und Fauna,
  • die Zeugnisse der Ur- und Frühgeschichte,
  • die Geschichte der mittelalterlichen Herrschaften, der kriegerischen Ereignisse und des Bergbaus am Schönberg
  • den Weinbau, die heutigen Siedlungen, Dialekt und Namen sowie überlieferte Sagen rund um den Schönberg.

Mit den über 200 Schwarzweißabbildungen und fast ebenso vielen Farbfotos (auf 48 Tafeln) ist sowohl ein fachlich informatives als auch repräsentatives Dokument über diesen einzigartigen Berg entstanden, über den der Freiburger Zoologe Konrad Guenther in seinem 1935 erschienenen „Freiburger Naturbüchlein“ schrieb:

„Für den Naturfreund ist dieser Berg d e r schöne Berg schlechtweg“.

Mitglied des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz erhalten dieses Buch anstelle der Jahreshefte für 2005/06 (sowie separat ein Begleitheft mit Buchbesprechungen und den BLNN-Interna). Buch und Begleitheft zählen damit als Band 19 (2005/06) unserer Mitteilungen.

Nun eine Bitte an unsere Mitglieder aus Freiburg und Umgebung:
Der Versand des Schönberg-Buches kommt uns sehr teuer (Päckchen!). Deshalb wäre es sehr hilfreich, wenn Sie Ihr Exemplar ab dem 15. März 2006 im Institut für Biologie II/Geobotanik, Schänzlestr. 1 (Nebengebäude) abholen würden – und zwar Montag - Freitag, 10-12 Uhr – entweder bei Herrn W.H. Müller (2. OG, Raum 204) oder bei Frau M. Manegold (EG, Raum 002).

Das würde unsere Kasse spürbar entlasten, und Sie hätten den Vorteil, das lang erwartete Schönberg- Buch auch schon gleich in die Hand zu bekommen. Mit dem dann noch verbleibenden Postversand beginnen wir erst nach unserer Mitgliederversammlung am 26. April 2006.

Mit freundlichen Grüßen

 


(Dr. Helge Körner, Schriftleiter)

 

 
 
 
   
Gewesen 2006:  
Sonntag, 27. August 2006

Der Schneckenberggipfel bei Achkarren
Leitung: Dr. J. Bammert


Abfahrt 9.00 Uhr
am P+R-Parkplatz Paduaallee, hier Bildung von Fahrgemeinschaften
Bitte PKW mitbringen!
Rückkehr gegen 17.00 Uhr.

Programm: Der Schneckenberggipfel gehört zu den wenigen Orten im Kaiserstuhl, wo der Basengehalt der Tephritlava so gering ist, dass sich in der Vegetation Zeigerpflanzen für neutrale bis schwach saure Reaktionen durchsetzen können. Auf dem gegenüberliegenden Bitzenberg, den wir bei ausreichender Zeit ebenfalls besuchen wollen, herrschen ähnliche Verhältnisse. Am Schneckenberg blüht im Hochsommer der Berglauch (Allium senescens ssp. montanum). Es ist das einzige Vorkommen in der Region. In seiner Begleitung finden sich Flügelginster, vier Sedum-Arten, Hasenklee (Trifolium arvense), Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea), Sandfingerkraut (P. incana) u.v.a. Am Bitzenberg sind u.a. zu erwarten (natürlich verblüht): Deutscher Ginster, Kammwachtelweizen, Diptam. Neuerdings versucht man am Schneckenberggipfel die Sukzession (Versaumung und Verbuschung) durch Ziegenbeweidung zu stoppen.

Keine Anmeldung erforderlich.
 

 

Freiburger Tag der Artenvielfalt 2006 in der Wonnhalde
Bericht von Inge Paulini

Der nächste Freiburger Tag der Artenvielfalt wird am 10. Juni 2006 auf dem Wonnhalde-Gelände im Süden Freiburgs stattfinden. Darauf einigten sich die Veranstalter bei einem ersten Treffen in der Ökostation Freiburg. Die Wonnhalde setzte sich vor allem wegen ihrer guten Erreichbarkeit und der Vielfalt und Attraktivität der vorhandenen Lebensräume durch.
Der Freiburger Tag der Artenvielfalt ist aus dem von der Zeitschrift Geo initiierten Tag der Artenvielfalt hervorgegangen. Für die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ziel des Freiburger Tags der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht eigentlich in hiesigen Breiten? Dabei zählt nicht der Rekord. Vielmehr geht es darum, Bewusstsein zu wecken für die Biodiversität vor unserer Haustür. Denn: Nur was wir kennen und verstehen, werden wir auch achten und schützen.
Experten werden helfen, Pflanzen- und Tierarten an verschiedenen Biotopen, wie Wald, Wiese und Gewässern zu erkennen. Mitmachen kann jeder, der sich für unsere Umwelt interessiert und gerne mehr erfahren möchte. Für Kinder wird es wieder besondere Exkursionen geben.

Der Freiburger Tag der Artenvielfalt wird von einem Netzwerk aus etwa 15 Naturschutzverbänden und -behörden organisiert, zu dem neben dem BLNN u.a. der BUND, der NABU, die Bachpaten, die Ökostation und das Umweltamt der Stadt Freiburg gehören.
Die Teilnehmer des Vorbereitungstreffens betonten, dass es das Ziel sei, den großartigen Erfolg des Freiburger Tages der Artenvielfalt 2005 noch zu übertreffen.
Die Details zu dem Aktionstag werden auf dieser Seite laufend ergänzt. Informationen über den diesjährigen Tag der Artenvielfalt in Freiburg und weltweit finden Sie auf der Webseite der Ökostation Freiburg und auf der GEO-Homepage.
 

 
http://www.oekostation.de/de/aktuell/aktuell_.htm
http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_natur/oekologie/tag_der_artenvielfalt/
 
 
 
 
Samstag, 13. Mai 2006

Auenökologie und IRP am Oberrhein
Gemeinsame Exkursion mit der Naturforschenden Gesellschaft


Abfahrt 8.30 Uhr
am P+R Parkplatz Paduaallee, dort Bildung von Fahrgemeinschaften
Bitte PKW mitbringen!
Weiterfahrt nach Rhinau dort gegen 9.30 Uhr am Touristen-Informationszentrum an der Fähre (gegenüber von Kappel).
Rückkehr gegen 17.00 Uhr.

Programm: Einführung in die Auenökologie und das Integrierte Rheinprogramm (IRP). Exkursion auf die Rhinauer Rheininsel mit rezenter Aue und Auensukzessionen. Mittagspause - Rucksackverpflegung! Danach Exkursion zum Polder Altenheim (von Ichenheim aus): Funktion von Poldern, Standortsveränderungen, Baumarten, Dynamiken.

Bitte anmelden bei Anuschka Jahnke per Mail anuschka.jahnke(a)blnn.de,
Fax 0761/203-2696 oder schriftlich (Adresse s.o.). Bitte keine telefonische Anmeldung.


 
Sonnabend, 20. Mai 2006

Botanische Exkursion auf die Hegaualb: Naturschutz und Landschaftspflege auf Reliktstandorten
Leitung: Dr. J. Bammert


Abfahrt: 8.15 Uhr
Institut für Biologie II, Schänzlestr. 1, hier Bildung von Fahrgemeinschaften
Bitte PKW mitbringen!
Fahrt nach Gutmadingen, dort Treffpunkt 9:30 Uhr, Geisingen-Gutmadingen Parkplatz Friedhof direkt am Ortseingang.
Leitung: Dr. Joachim Genser
Rückkehr gegen 20.00 Uhr.

Programm: Vormittags Reliktstandorte an Nordhängen; dann Mittagspause im Gelände (Rucksackverpflegung); Standortwechsel mit dem Auto und nachmittags Reliktstandorte an Südhängen (das Ganze zwischen Geisingen und Engen also im Übergang Baaralb-Hegaualb).

Bitte anmelden bei Anuschka Jahnke per Mail anuschka.jahnke(a)blnn.de, Fax 0761/203-2696 oder schriftlich (Adresse s.o.). Bitte keine telefonische Anmeldung.


 


Mittwoch, 26.10.2005
DR. JÖRG-UWE MEINEKE, Regierungspräsidium Freiburg (ehem. BNL Freiburg):

Naturschutz im Regierungsbezirk Freiburg seit dem ersten Europäischen Naturschutzjahr 1970

Bericht

 

 

Mittwoch, 09.11.2005
Dipl.-Biol. Joachim Genser, Regierungspräsidium Freiburg (ehem. BNL Freiburg):

Erhalt seltener und gefährdeter Arten am Beispiel des Hegau

 

 

Mittwoch, 23.11.2005
PROF. EM. DR. OTTI WILMANNS, Universität Freiburg:

Biotop-Forschungen und Konsequenzen für den Naturschutz –
Struktur und Dynamik von Lebensräumen an Beispielen aus dem Kaiserstuhl

 

 

 

Mittwoch, 07.12.2005
DR. HANS-PETER HOERNSTEIN und HANS PAGE, Landwirtschaftsamt Emmendingen, Landschaftserhaltungsverband EM e.V. :

Grünland im Schwarzwald im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Pflegefall

 

 

Mittwoch, 11.01.2006
Dr. Ulrike Pfarr, Regierungspräsidium Freiburg:

Wiederherstellung von Auen-Lebensräumen am Oberrhein in Südbaden

 

 

Mittwoch, 25.01.2006
DR. HELGE WALENTOWSKI, LWF, München:

Naturnähe im Wirtschaftswald – was ist das?

 

 

Mittwoch, 08.02.2006
AG NATURSCHUTZ DES BLNN:

Aktiver praktischer Naturschutz in der Umgebung von Freiburg

 

 
   
Gewesen 2005:  
   

DER HEGAU

Wir freuen uns, passend zu unserer letzten Vorlesungsreihe „Der Hegau“, im Sommerhalbjahr 2005 zwei Exkursionen in den Hegau anbieten zu können. Zusätzlich führen wir noch eine Exkursion ins Liliental im Kaiserstuhl durch. Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen, es erwartet uns ein interessantes Programm! 

 

 

Bildquelle: http://www.kachold.de 

 
   
Liebe Mitglieder,

wir freuen uns, passend zu unserer letzten Vorlesungsreihe „Der Hegau“, Ihnen im Sommerhalbjahr 2005 zwei Exkursionen in den Hegau (E2) (E3) anbieten zu können. Zusätzlich führen wir noch eine Exkursion ins Liliental im Kaiserstuhl durch. Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen, es erwartet uns ein interessantes Programm!
 
 
Nähere Informationen zu allen Exkursionen erhalten Sie bei der 2. Vorsitzenden Anuschka Jahnke
Tel.: 0761/ 203-2938 oder
E-Mail: anuschka.jahnke(at)biologie.uni-freiburg.de

Für die dritte Exkursion ist eine verbindliche Anmeldung notwendig, bitte benutzen Sie die Druckversion.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! (Bitte schönes Wetter mitbringen)
 
 
   
   
Exkursion 1:  

Das Versuchsgelände Liliental der FVA im Kaiserstuhl

 
   
Leitung:

Herr Manuel Karopka (Dipl.Ing. Gartenbau (FH), technischer Leiter der Forstpflanzenzüchtung der FVA)

 
Treffpunkt:

Samstag, 21. Mai 2005 um 10.00 Uhr am Gasthaus Linde im Liliental.
Dauer: ca. 3 Stunden

 
Programm:

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) unterhält im Kaiserstuhl seit 1958 das Versuchsgelände Liliental. Die etwa 80 ha große Anlage liegt auf dem Gelände des Mitte des 19. Jahrhunderts gegründeten, ehemaligen landwirtschaftlichen Gutsbetriebes „Lilienhof“, 80 ha wurden der FVA 1957 nach dem Konkurs des Betriebes als Versuchsflächen überlassen. In den folgenden Jahren wurden dann Anbau- und Herkunftsversuche, Nachkommenschafts- und Klonprüfungen durchgeführt, sowie forstliche Samenplantagen und ein umfassendes Arboretum mit heimischen und fremdländischen Gehölzen angelegt. Die Versuchsflächen unterliegen bis heute einem ständigen Wandel. Laufend werden abgeschlossene Versuche durch Neue mit aktuellen Fragestellungen ersetzt, neue Samenplantagen werden angelegt und ältere Arboretumsteile und Versuchsanpflanzungen werden regelmäßig durchforstet. Die Anlage und aktuelle Forschungsvorhaben werden vom Leiter der Versuchsgeländes, Herrn Manuel Karopka, in einem Rundgang erklärt. Für botanische Fragen steht Herr Frank Bode (Dipl.-Landschaftsökologe) zur Verfügung.

 
Kosten:

für Mitglieder kostenlos, für Nichtmitglieder: 2.- €

 
   
   
Exkursion 2:  

Der nördliche Hegau

 
   
Leitung:

Herr Dr. J. W. Bammert

 
Treffpunkt:

Sonntag, den 05. Juni 2005 um 8.00 Uhr am Wiehrebahnhof mit Fahrgemeinschaften.
Bitte Auto mitbringen, falls vorhanden, es wird vor Ort aufgeteilt.

 
Programm:

Es ist vorgesehen, den Neuhewen, den Mägdeberg und den Offerenbühl zu besuchen sowie ein sehr schönes Naturschutzgebiet bei Zimmerholz. Wir werden dabei die drei wichtigsten Vulkangesteine des Hegaus kennenlernen und verschiedene Felsfluren und Trockenrasen betrachten. Auch berühren wir Wald-, Gebüsch- und Saumbereiche, die für den Hegau typisch sind. Auf dem Neuhewen und dem Mägdeberg stehen Burgruinen aus deren Geschichte etwas erzählt werden soll. Beide stehen etwas zu Unrecht im Schatten ihrer berühmteren „Kollegen“ Hohentwiel und Hohenkrähen.

 
   
   
Exkursion 3:  

Große Busexkursion in den Hegau (Geologie, Archäologie und Botanik)

 
   
Treffpunkt:

Samstag, den 2. Juli 2005 um 7.30 Uhr am Dorint Hotel gegenüber dem Hauptbahnhof mit einem Reisebus der Fa. Sutter

 
Programm:

Station 1: Am Rasthof Hegau wird uns Herr Dr. Matthias Geyer (Dipl.-Geologe) eine Einführung und einen Überblick zum Naturraum Hegau (bei hoffentlich guter Sicht...) geben.
Station 2: Am Vormittag erreichen wir den Hohentwiel und hier teilt sich die Gruppe. Bitte entscheiden Sie sich für eine Gruppe!
 

 
Gruppe 1
Mit Herrn Dr. Geyer wird ein Teil des vor einigen Jahren eingerichteten Vulkanlehrpfads am Hohentwiel erkundet. Auf den Informationstafeln wie auch in den ausführlichen Zusatzerklärungen werden neben Geologie, Vulkanismus sowie Landschaftsgeschichte und Biologie auch Themen wie Naturschutz und Landschaftspflege angesprochen.
 
Gruppe 2
Mit Herrn Eberhard Koch vom BUND Naturschutzzentrum Westlicher Hegau werden verschiedene botanisch interessante Stationen im Hegau angefahren (mit dem Reisebus). Seltene Pflanzen und deren Lebensräume werden erklärt. Zusätzlich wird ein Überblick über diese vielfältige Kulturlandschaft gewonnen.
 
 
Station 3: Gemeinsam kehren wir am Mittag beim Schäfer Dr. Hubertus Bod auf dem Hohentwiel ein und erhalten ein zünftiges Vesper.
Station 4: Am Nachmittag geht es zum Hegau-Museum Singen, wo uns in einer Führung die reichen steinzeitlichen Funde anschaulich erklärt werden. Den Ausklang bringt dann je nach Lust und Laune ein Besuch des Petersfelsen oder eine Kaffeepause am Aachtopf. Rückkehr in Freiburg gegen 20.00 Uhr.
 
 
Kosten:

25.- EUR für Mitglieder, 30.- EUR für Nichtmitglieder. Bezahlung im Bus (bitte passend). Im Preis enthalten sind die Busfahrt im Reisebus, alle Führungen und Eintrittsgelder und das Mittagsvesper ohne Getränke.
Bitte festes Schuhwerk, Sonnen-/Regenschutz und nach Bedarf Getränke für unterwegs mitbringen. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um rechtzeitige Anmeldung schriftlich oder telefonisch.
 

 
Vorträge  

DER HEGAU


Einladung zur Vortragsreihe im Winterhalbjahr 2004 / 2005
 

 

 

Geologie des Hegaus

Geschichtliche Grundzüge des Hegaus von der Römerzeit bis zur Gegenwart

Artenvielfalt in der Vegetation des Offenlandes im Hegau

Schmetterlinge und Heuschrecken im Hegau - an ausgewählten Beispielen

Grenzüberschreitende Bewirtschaftung des Grundwassers
im Raum Hegau - Schaffhausen